Quedlinburg/Morgenrot (dl) l Mit einem Großeinsatz haben Feuerwehr und Technisches Hilfswerk (THW) in der Nacht zum Mittwoch in einem Mastbetrieb im Quedlinburger Ortsteil Morgenrot rund 5500 Schweine vor dem Erstickungstod gerettet. Nachdem aufgrund eines technischen Defektes die gesamte Stromversorgung ausgefallen war, standen in den 13 Ställen alle Ventilatoren still. Die Retter belüfteten zunächst die Anlagen und bauten parallel eine Notstromversorgung auf.

Bemerkt wurde die folgenschwere Havarie gegen Mitternacht nur dank der firmeninternen Alarmanlage: "Die Technik schlägt bei bestimmten Parametern an. Unsere Mitarbeiter sind daraufhin vor Ort geeilt und haben gesehen, dass der Hauptschalter unserer Elektroanlage schmort", berichtet der Betriebsleiter der Schweinezucht Morgenrot GmbH, Andreas Barton. Die Folgen jenes technischen Defekts hätten fatal sein können. "Ohne Energieversorgung werden die Ställe nicht mehr belüftet, bei längerem Stillstand droht den Tieren aufgrund der Schadgase der Erstickungstod", so Barton.

Deshalb sei sofort über Notruf die Leitstelle kontaktiert worden, die gegen 0.45 Uhr die Feuerwehren Quedlinburg und Gernrode mit 28 Mitgliedern nach Morgenrit beorderte. "Wir haben mit sechs Speziallüftern - zwei wurden zusätzlich aus Halberstadt und Thale geholt - für den Luftaustausch gesorgt", berichtet der Quedlinburger Vize-Stadtwehrleiter Sebastian Petrusch. "Zeitgleich wurde unser großes Diesel-Notstromaggregat vor Ort gebracht, um die Stromversorgung zu übernehmen", ergänzt THW-Sprecherin Franziska Kalbitz. "Dank der Leistung von 50 Kilovoltampere konnten wir so provisorisch die Energieversorgung des Mastbetriebes sicherstellen, sodass die Ventilatoren der Ställe wieder liefen."

Feuerwehr und THW waren am Mittwoch bis etwa 7 Uhr vor Ort. Im Tagesverlauf sollte der defekte Hauptschalter repariert werden, um das Notstromaggregat wieder außer Betrieb zu nehmen.