Halberstadt (sc) l Darüber, wie das Schmuddelkind "Unterstadt" nach 1989 zum Schmuckstück "Altstadt" in Halberstadt wurde, wird es in der nächsten Gesprächsrunde der Reihe "25 Jahre Nachwende" gehen. Mitten in der passenden Ausstellung im Stadtmuseum Halberstadt werden die Aktionen des Vereins "Reko statt Abriss", der allgemeine "Wiederaufbau" und heutige Besonderheiten zur Verschönerung der Stadt in den Fokus gerückt.

Am Sonnabend, dem 21. Februar, geht es ab 18 Uhr im Städtischen Museum um Fragen, wie so viel historische Bausubstanz in der DDR verloren gehen konnte und wieso so vieles in den 1990er Jahren plötzlich möglich war. Auch die Frage, wo es hingehen soll mit der Stadtentwicklung, wird eine Rolle spielen, sagte Johanna Jäger. Die Schauspieldramaturgin am Nordharzer Städtebundtheater hat die Gesprächsreihe initiiert und wird die Veranstaltung moderieren.

Zu Gast sind Daniel Priese, Rainer Schöne und Siegrun Ruprecht. "Zusammen mit den Zeitzeugen, die von den letzten Jahren der DDR berichten, schlagen wir einen Bogen bis zum bürgerschaftlichen Engagement im 21. Jahrhundert", sagte Jäger, die auf viele wissbegierige und diskussionsfreudige Gäste hofft.

Der letzte Teil der Gesprächsreihe findet in Kooperation mit dem Landkreis statt und wird an Akteure der ersten Volkskammerwahl erinnern in den politisch "wilden Zeiten".