Dedeleben l Die Feuerwehrleute aus Dedeleben haben auch im vergangenen Jahr ihre Existenzberechtigung mit Nachdruck und greifbar unter Beweis gestellt. Zwei der insgesamt 14 Einsätze, die binnen zwölf Monaten absolviert wurden, umfassten Großbrände. "Einer davon forderte uns gleich zum Jahresanfang direkt im Ort", erinnerte Wehrleiter Michael Fiesel in der Jahreshauptversammlung der Wehr.

Großfeuer zum Jahresstart

Im Januar 2014 stand in der Hauptdurchgangsstraße ein seit Jahren leerstehendes Haus lichterloh in Flammen. Die Wehrmitglieder, die zu nächtlicher Stunde in die Ernst-Thälmann-Straße eilten, konnten zwar nicht verhindern, dass die Immobilie komplett ausbrannte. Allerdings war es ihrem Einsatz - und der Unterstützung aus Badersleben, Vogelsdorf und Pabstorf - zu verdanken, dass die Flammen nicht noch auf angrenzende Gebäude übergriffen. "Damals waren mehr als 40 Wehrleute aus Huy-Ortsteilen über gut vier Stunde im Einsatz", bilanzierte Wehrsprecher Sascha Becker. Die Ursache des Feuers stand schon wenig später fest: Die Ermittler der Polizei fanden Kerzenreste und gehen von Brandstiftung aus.

Gut ein Jahr später erinnert heute nichts mehr an das Haus und das Großfeuer. Die Gemeinde ließ das marode Gebäude, dessen Eigentumsfrage dem Vernehmen nach unklar war, nach dem Brand abtragen und das Grundstück einzäunen. "Heute erobert sich die Natur das Areal zurück", sagt Beckern.

Das Feuer gleich zum Jahresanfang markierte einen der Höhepunkte im Einsatzgeschehen, der 31 aktiven Wehrmitglieder aus Dedeleben. Sie konnten zur Jahreshauptversammlung Gemeinde-Bürgermeister Thomas Krüger (CDU), Ortsbürgermeister Ricardo Dunker (parteilos), Gemeindewehrleiter Bodo Fuckert sowie passive Kameraden und Kameraden der Altersabteilung begrüßen. Mit besonderer Freude wurde die Anwesenheit von Gesandten der niedersächsischen Partnerfeuerwehr aus Jerxheim registriert.

Insgesamt mussten die Mitglieder der Dedelebener Wehr im vorigen Jahr zu 14 Einsätzen ausrücken. Dreimal wurden die Kameraden wegen ausgelöster Brandmeldeanlagen alarmiert - zum Glück entpuppten sich alle drei Fälle als Fehlalarme. "Dreimal war unsere technische Hilfeleistung gefragt. Zudem gehörten acht Brände zur Einsatzbilanz 2014, darunter zwei Großbrände, die unsere ganze Aufmerksamkeit forderten", berichtet Sascha Becker. Neben jenem Feuer im Ort gehörte ein Dachstuhlbrand in Dingelstedt zu den größeren Einsätzen.

Jugendtruppe ganzer Stolz

Besonders stolz blickt die Wehrleitung auf die Arbeit der Jugendwehr. "Hier sind neun Jungen und Mädchen im Alter von 10 bis 16 Jahren aktiv", erläutert Wehrsprecher Becker. Die Jugendlichen trafen sich im Jahr 2014 zu 32 Übungsnachmittagen. Unter anderem nahmen sie am Orientierungsmarsch in Abbenrode und den Kreiswettkämpfen in Helmstedt teil.

"Wir verbinden mit diesem Engagement die Hoffnung, dass es auch künftig genügend Nachwuchs für die aktive Einsatzgruppe unserer Wehr gibt", unterstreicht Sascha Becker. Die aktiven Kameraden dankten Jugendwehrleiter Gerald Mauch und seiner "rechten Hand" Andy Heihns für dieses Engagement ganz besonders.

Auch die Zusammenarbeit mit den Wehrleuten im benachbarten Jerxheim in Niedersachsen wollen die Dedelebener nicht missen. Neben gemeinsamen Übungen und Treffen, ziehen die Floriansjünger in Notfall auch länderübergreifend an einem Strang. "Als im Dezember in Jerxheim ein Pelletofen für eine extreme Rauchentwicklung gesorgt hat, wurden auch wir alarmiert - mit lediglich sieben Kilometer Distanz ist es ja nur ein Katzensprung", erinnert sich Michael Fiesel an einen Fall.

Die Ortsfeuerwehr Dedeleben ist Teil der Feuerwehr im Gemeindeverbund Huy und arbeitet im Bereich "Huy 3" eng mit den Wehren in Pabstorf und Vogelsdorf zusammen. Diskutiert wurde an diesem Abend über die nächsten Ausbildungsprojekte und Vorhaben. Dazu gehört unter anderem die traditionelle Radtour, die am 13. Juni geplant ist.