Osterode (mhe) l Sie drohten sprichwörtlich auszufern, die Kosten für die Ufermauer des Osteröder Dorfteiches. Nun wurde ein Weg gefunden, sie im erträglichen Rahmen zu halten. Im Bauausschuss des Osterwiecker Stadtrates fand das neue Sanierungskonzept Zustimmung.

Der Winter wurde genutzt, um den Baugrund weiter zu untersuchen und Vermessungen am Teich vorzunehmen. Drei Planungsvarianten für eine neue Uferbefestigung sind untersucht worden. Keine Berücksichtigung fanden eine verblendete Stahlbetonwand sowie Gabionen (Steinkörbe). Stattdessen sollen an die westliche Uferseite Winkelstützen gesetzt und diese später mit Kalksteinen verblendet werden. "Das ist insgesamt am günstigsten", erklärte Lutz Kuhlmann aus dem Team Bauen der Stadtverwaltung. Inklusive aller Nebenkosten wird mit 50 000 Euro gerechnet.

Darüber hinaus muss im Fallsteindorf ein Durchlass in der Straße Am Dorfgraben erneuert werden. Die Stadtverwaltung plant beide Vorhaben zusammen auszuschreiben, um einen günstigeren Preis zu erzielen. Die Beschlüsse dazu sollen im Stadtrat am 12. März getroffen werden.

Im Entwurf des Haushaltsplans sind die Baukosten enthalten.

Die Stadtverwaltung hatte Ende voriges Jahres die Notbremse bei der Teichsanierung gezogen. Ursprünglich sollte nur ein kleiner Teil der Ufermauer saniert werden, nachdem ein paar Steine ausgebrochen waren. Später bei den Arbeiten am Mauerwerk stu¨rzten weitere Steine ein. Es zeigte sich, dass die Mauer zum einen kein Betonfundament besitzt und zum anderen nicht stark genug ist, um dem Druck der Erde standzuhalten. Wenige Meter hinter der Mauer steht ein Haus, dessen Standsicherheit in Gefahr war. Zur Notsicherung wurde deshalb zunächst eine schräge Böschung aus Kies hergestellt.

Das Gewässer ist zugleich Feuerlöschteich fu¨r das Fallsteindorf. 96 Kubikmeter Wasser werden hier vorgehalten.