Emersleben (geg) l Spaziergänge durch das Dorf gehören zum Alltag der "Emerslebener Storchenkinder". Diesmal führte ihr Weg von der Kindertagesstätte zum nahen Gut, wo zwei Störche das Nest auf dem Turm bezogen haben. "Diese beiden haben den Winter in Spanien oder Portugal verbracht", erklärte ihnen Wolfgang Pardeike vom Storchenverein, "aufgrund der kürzeren Flugstrecke treffen sie zuerst ein. Die Störche, die den Horst auf dem Schornstein der ehemaligen Gärtnerei beziehen, kommen aus Afrika zurück und werden in etwa vier Wochen erwartet."

Eingetroffen ist das Paar am 22. Februar. Dieses Datum wurde von Anja Krickow auf dem Schild im kleinen Park am Gut vermerkt. "Wir besuchen die Störche öfter. Das ist jedes Mal ein Erlebnis für die Mädchen und Jungen", sagte die Leiterin der Kindertagesstätte. "Alle warten nun gespannt darauf, dass die anderen eintreffen."

"Als erster hat Kai Jötze das Paar gesichtet, das eine gute Woche später als im Vorjahr angekommen ist", so Pardeike. Man sei gespannt, was sich an beiden Orten entwickle. Denn wenn die Nester nachgebessert worden sind, beginnt das Liebesspiel, gefolgt vom Brüten. "Die vom Gut werden mit allem vier Wochen früher beginnen. Wir werden es verfolgen und freuen uns, wenn Nachwuchs in beiden Nestern gesichtet wird. Das ist nicht vorhersehbar. Es wird wie immer spannend."

Wenn die Jungstörche in Emersleben wieder zur Welt kommen, dann steht zur Jahresmitte wieder ein Besuch von Georg Fiedler, Weißstorch-Beauftragter im Landkreis Harz, an, der die Tiere beringt.

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