Bei den Kameraden der Deesdorfer Feuerwehr schlägt das kulturelle Herz der Gemeinde. Auf der Jahreshauptversammlung zog Ortswehrleiter Erko Schneidewind eine positive Bilanz und hob das Engagement der Wehrleute bei den Höhepunkten im Ort hervor.

Deesdorf l Die Deesdorfer Ortswehr hat aktuell 39 Mitglieder, davon sind 28 im aktiven Dienst tätig. Die Kameraden absolvierten 2014 vier Einsätzen, die durch auftretendes Hochwasser oder extrem starke Niederschläge hervorgerufen wurden.

"Gleich zu Anfang des Jahres führte die Bode wieder Hochwasser", erläuterte Ortswehrleiter Erko Schneidewind. "Es mussten gleich zweimal Sandsäcke gefüllt und verlegt werden, damit Einwohner in der Mittelstraße ihre Wohnhäuser betreten und wieder verlassen konnten." Dies sei ein Arbeitsaufwand, der sich meist über mehrere Stunden hinziehe. "Vor einigen Jahren wurde von uns bereits der Bau provisorischer Laufstege angeregt", setzte Schneidewind fort. "Die zu erwartenden Kosten für die Umsetzung des Projektes sind aber zu hoch und so blieb es bis jetzt bei dem Vorschlag."

Ein Hauptaugenmerk wurde im vergangenen Jahr auf die Aus- und Weiterbildung sowie auf Übungs- und Trainingsmaßnahmen gelegt. "Sehr positiv ist zu bewerten, dass ein Kamerad die Erweiterung seiner Fahrerlaubnis für unser Löschfahrzeug erfolgreich absolviert hat", schätzte der Wehrleiter ein. Er hob die gemeinsamen Übungsabende mit der Freiwilligen Feuerwehr Rodersdorf hervor. Sie dienten der Vorbereitung auf den Wettkampf in der Disziplin Löschangriff in Gröningen.

"Wir mussten feststellen, dass es nicht mehr so einfach ist, eine gemeinsame Mannschaft für solch ein Vorhaben zu stellen", berichtete Schneidewind. "Der erste gemeinsamen Auftritt war für alle Beteiligten ein kleiner Erfolg. Die Übungsabende werden auch in diesem Jahr fortgesetzt."

Nachwuchsprobleme gibt es nach wie vor

Einen großen Teil der Ausführungen machte die Bilanz zu den veranstalteten Festen aus. So kam zum Ausdruck: Bei der Feuerwehr schlägt das kulturelle Herz der Gemeinde. "Der gemütliche, gemeinsame Nachmittag der Wehr hätte eine größere Resonanz verdient gehabt", befand er. "Es wäre schön, wenn zu dieser Veranstaltung künftig auch mehr Kameraden den Weg ins Gerätehaus finden würden." Gerade die Mitglieder der Altersabteilung seien hier gern gesehen. Das Straßenfest sei allgemein auf großen Zuspruch gestoßen. Der kulturelle Höhepunkt im Jahr 2014 war erneut der Tag der offenen Tür. "Bei den meisten Einwohnern wird dieser Höhepunkt Dorffest genannt", erläuterte der Wehrleiter. "Auf dem Fest- und Übungsplatz an der Bode war wieder eine Menge los. Die Kameraden haben viele Arbeitsstunden, unterstützt von Einwohnern des Ortes, in die Vorbereitung und Durchführung gesteckt." Allein 589 Stunden investierten die Deesdorfer in Veranstaltungen.

Schneidewind habe viele positive Reaktionen von den Besuchern bekommen. Das Kulturprogramm sei gut angekommen. Er strich den Auftritt des Singekreises heraus, lobte die DJ`s Uwe und Thomas sowie den traditionellen Auftritt der Wegelebener Blaskapelle MTU beim Frühschoppen.

In Sachen Nachwuchsgewinnung haben die Deesdorfer Kameraden noch erhebliche Reserven. "Es ist uns auch im abgelaufenen Jahr nicht gelungen, junge Menschen für die Feuerwehr zu begeistert", gab Schneidewind unumwunden zu. Im aktuellen Jahr stehen die Überprüfung des Löschfahrzeuges, der Neubau des Festzeltes sowie die Absolvierung der Atemschutzstrecke für die dafür vorgesehenen Kameraden an.

Für langjährige Mitgliedschaften in der Ortswehr wurden Klaus Günther (50 Jahre), Walburga Schmidt, Erko Schneidewind, Gisela Günzel (jeweils 40 Jahre), Werner Peters (30 Jahre) sowie Sebastian Günther, Christian Schneidewind und Maik Huth (jeweils 20 Jahre) geehrt.