Die Mitglieder des Luftsportvereins Dingelstedt bereiten sich auf die neue Saison vor. Im Frühjahr steht auch die Überprüfung des Sonderlandeplatzes an.

Dingelstedt l "Am heutigen Sonnabend treffen wir uns, um die Nachweise für die 1. Hilfe und den Brandschutz abzulegen", berichtete Vereinsvorsitzender Klaus Bögelsack. Alle vier Jahre werden diese Kenntnisse in Theorie und Praxis aufgefrischt. Dabei helfen Mitarbeiter des ASB und eines Brandschutzservices aus Harsleben.

Im Frühjahr steht auch die jährliche Überprüfung des Sonderlandeplatzes Dingelstedt durch das Landesverwaltungsamt an. Den 28 Vereinsmitgliedern stehen vor Ort zehn Stellplätze für Ultraleichtflugzeuge zur Verfügung.

Der Flugplatz Dingelstedt entstand aus der Freude am Luftsport der drei Gründungsmitglieder Reinhard Seehawer, Friedrich-Wilhelm Salomon und Klaus Bögelsack, die schon zu DDR-Zeiten unter anderem in Oschersleben geflogen sind. Diese Privatinitiative führte dazu, dass sich auf dem Dingelstedter Acker durch viel Pioniergeist ein Flugplatz samt Flughalle erhob.

Der Bau gelang vor allem durch Eigenleistungen. Die ersten Arbeiten begannen dafür 1997. Die Flugzeughalle war 2002 bezugsfertig und seitdem ist der Flugbetrieb offiziell in den Fliegerkarten eingetragen. "Im vergangenen Jahr gab es hier 378 Flugbewegungen", bilanzierte der Vereinsvorsitzende.

Die Vereinsmitglieder bereiten auch für 2015 einen öffentlichen Flugtag vor, zu dem traditionell am ersten Sonntag im Juni eingeladen wird.

"Nachdem wir 2012 und 2013 witterungsbedingt an diesem Tag keine Gästeflüge veranstalten konnten, war es im vorigen Jahr ein erfolgreicher Tag", so Bögelsack. Nicht nur am 7. Juni können sich Interessierte für einen Mitflug melden.

Zur Vorbereitung auf die Saison und das jährliche Flugplatzfest wurde bereits der Windsack erneuert. Die Bojen der Start- und Landebahn sollen noch frisch gestrichen und der Platz gewalzt werden. Auch in der Halle warten einige Instandhaltungsmaßnahmen.

Zu den aktiven Fliegern im Verein gehört Erik Beyer aus Neuwegersleben. Er ist seit 2010 Mitglied im Dingelstedter Verein. Mit seinem zweisitzigen Ultraleichtflugzeug "Ikarus C 42", dem in Deutschland am meisten verkauften Ultraleichtflugzeug, erreicht er in gut zwei Stunden die Ostsee.

"Auch im Winter bin ich oft unterwegs", erzählte er. Wenn die Start- und Landebahn nicht verschneit ist, sei das Fliegen bis minus fünf Grad problemlos möglich. Deshalb nutzt er die sonnigen Tagen oft für einen Rundflug über die Region.

Im Mai steht die Jahreshauptversammlung des Vereins auf dem Plan. Dann sind turnusgemäß die Vorstandswahlen vorgesehen und die Pläne für das Flugplatzfest werden konkretisiert.

Informationen: www.flugplatz-dingelstedt.de