Dardesheim (hmü) l Der zunehmenden Mülltourismus in Feld und Flur wurde auf der Jahreshauptversammlung der Jagdgenossenschaft Dardesheim thematisiert. Günther Blenke, Obmann der Jagdpächtergemeinschaft, führte dabei als speziellen Abladepunkt die Holzer-Brücke im Grauen Tal an. Dort würden immer wieder von der Brücke herunter Kühlschränke, Kabelreste und dergleichen entsorgt.

Besonders prägnant sei im vergangenen Jahr auch das Abkippen einer größeren Menge an Knochenabfällen von Schlachtungen im Hessengrund gewesen. Raubzeug jeglicher Art habe dort quasi einen gedeckten Tisch gefunden.

Blenke wies deshalb darauf hin: "Wer Fahrzeuge beim Abladen von Müll sieht, sollte sich das Autokennzeichen aufschreiben und dem jeweils zuständigen Jäger melden." Oder noch besser gleich dem Osterwiecker Ordnungsamt.

Weiterhin bereitet die Zunahme von Vandalismus an den Kanzeln der Jäger große Sorgen. Probleme gibt es auch mit den großen Maisschlägen. Sie bieten dem Schwarzwild beste Nahrungsgrundlagen, so dass der Bestand inzwischen beträchtlich zugenommen hat. Schneisen in den Maisschlägen sollten den Jägern ein gutes Schussfeld geben. "Das bringt aber nicht viel, es wurde dort kein Schwarzwild geschossen" betonte Jörg Bäthge aus Zilly. In diesem Jahr soll auf einer Breite von 19 Metern erstmals der Acker für ein besseres Schussfeld liegen bleiben.

Dass die Waschbären weiter auf dem Vormarsch sind, konnte auch an der Abschussliste gesehen werden. Der Abschuss nahm gegenüber dem Vorjahr um zehn Prozent zu.

Vor der Diskussion hatte Günter Rabe als Vorsitzender der Jagdgenossenschaft den Rechenschaftsbericht gehalten. Mitglieder der Jagdgenossenschaft sind die Eigentümer bejagdbarer Flächen in der Gemarkung.