Mitglieder des Freundeskreises von Johann-Peter Hinz und Halberstädter Bürger haben am Gebäude der Harzsparkasse im Westendorf feierlich eine Tafel enthüllt. Sie weist auf den Titel der Metall-Skulptur "Merkur", den Künstler Johann-Peter Hinz und das Jahr der Gestaltung hin.

Halberstadt l Am 18. März dieses Jahres wäre Johann-Peter Hinz 74 Jahre alt geworden. Der von vielen Halberstädtern verehrte Künstler hat nicht nur im Wendeherbst 1989 und in der Wendezeit mit seinem mutigen und entschlossenen Eintreten für Freiheit und Demokratie Akzente gesetzt, sondern in Halberstadt und der Region viele bleibende Kunstwerke hinterlassen. So auch die Metallplastik im Vorgarten der Halberstädter Sparkassen-Filiale.

Die Farbe auf der Merkur-Metallplastik ist in den vergangenen 17 Jahren bereits etwas verblichen. "Wir tun jetzt etwas, damit die Erinnerung nicht so verbleicht", sagte der Sozialwissenschaftler Rainer Neugebauer bei der feierlichen Enthüllung der Tafel. Und: Der Hinz-Freundeskreis wolle sich nun dafür einsetzen, dass die rund ein Dutzend öffentlichen Kunstwerke des Metallgestalters schrittweise eine vergleichbare Signatur erhalten.

Der antiken Religion zufolge war Merkur "der römische Gott des Handels, des Gewerbes, des Reichtums und des Gewinns". Die in Halberstadt aufgestellte Skulptur wurde 1998 vom 2007 verstorbenen Künstler und Ehrenbürger der Stadt Johann-Peter Hinz geschaffen.

Hinz sei kein regionaler Künstler gewesen, betonte Neugebauer. Die von ihm erschaffenen Werke stünden heute an vielen Orten, erinnerte das Mitglied des Freundeskreises. "Johann-Peter Hinz war ein gesellschaftlich engagierter Mensch und hat bei uns maßgeblich die friedliche Revolution geprägt", sagte Rainer Neugebauer. Als langjähriger Stadtrats-Präsident habe Johann-Peter Hinz vor allem mit der Halberstädter Aktion zur Entschädigung der Zwangsarbeiter für überregionales Aufsehen gesorgt und der Stadt bundesweit großes Ansehen verschafft. Zudem habe er als Mitinitiator des John-Cage-Orgelprojektes den Blick auf die Zukunft gerichtet und maßgeblich dazu beigetragen, dass heute jährlich in Halberstadt der Gleim-Literaturpreis verliehen wird.

Der frühere Wernigeröder Bürgermeister Ludwig Hoffmann und Christof Hallegger, ehemals Stadtrat in Halberstadt, enthüllten die neue Beschriftungstafel. Deren Finanzierung hatte der Freundeskreis übernommen.

 

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