Osterwieck (mhe) l Dem 200. Geburtstag des ersten deutschen Reichskanzlers Otto von Bismarck ist eine Sonderausstellung im Osterwiecker Heimatmuseum gewidmet. Am Donnerstag, 26. März, wird sie um 14 Uhr eröffnet. Interessierte sind dazu eingeladen.

Zur Schau gestellt werden zahlreiche Bücher über das Leben des am 1. April 1815 im heutigen Sachsen-Anhalt geborenen Politikers, dazu noch weitere Gegenstände. Die Ausstellungsstücke stammen überwiegend aus der persönlichen Sammlung von Ulrich Katzorke, der mit Unterstützung seiner Ortschronistenkollegen Christine Krebs und Gerhard Schmuck die Sonderschau gestaltet hat.

Für Ulrich Katzorke ist Otto von Bismarck eine bedeutende geschichtliche Persönlichkeit, dessen Leben sich jetzt zum Jubiläum auch andere Museen widmen. Beispielsweise in Wernigerode, wo Otto zu Stolberg-Wernigerode, Bismarcks Stellvertreter als Reichskanzler, lebte. In Osterwieck ist Otto von Bismarck noch heute allgegenwärtig. Ihm zu Ehren ist 1904 der Bismarckturm am Fallstein gebaut worden. Und noch eine weitere Verbindung zu Osterwieck gibt es. Hermann Lüders, in der Ilsestadt geborener offizieller Hofzeichner des deutschen Kaisers, malte in Berlin auch den Reichskanzler. Das Bild ist in der Ausstellung zu sehen.

Dabei wird unter den Osterwiecker Ortschronisten die Rolle Bismarcks kontrovers diskutiert. Zum einen war er für das Sozialistengesetz verantwortlich, zum anderen führte er die Sozialversicherung und eine Impfpflicht gegen Pocken ein. Davon und über mehr aus Bismarcks Leben wird Ulrich Katzorke am Donnerstag in einem kleinen Vortrag berichten.