Wegeleben (tw) I Ein 41-jähriger Mann ist in Rodersdorf bei Wegeleben (Vorharz) von einem Hund angegriffen und schwer verletzt worden. Wie die Polizei mitteilt, wurde der Mann in der Nacht zu Sonnabend von einem Rottweiler-Rüden mehrfach in den Kopf, die Arme und in die Beine gebissen. Dabei seien tiefe Wunden entstanden. Der Mann musste in ein Krankenhaus gebracht werden.

Die Polizei war gegen 1.45 Uhr in den Ortsteil von Wegeleben gerufen worden. "Der Hund konnte nur durch den Einsatz von Pfefferspray von dem Verletzten entfernt werden, um so den Zugang für die Rettungskräfte zu ermöglichen", erklärte ein Polizeisprecher.

Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen wurde der Geschädigte außerhalb des Grundstückes des 53-jährigen Hundehalters aus Rodersdorf von dessen zwei Rottweilern angegriffen. Zeugen versuchten den Angriff zu stoppen. "Dies gelang nur bei der Hündin, die sich in der Folge entfernte. Der Rüde konnte bis zum Eintreffen der Beamten nicht an weiteren Übergriffen gehindert werden", so der Polizeisprecher.

Der Geschädigte betreut laut Polizei die Tiere in Abwesenheit des Hundehalters. Wie es zu dem Angriff der beiden Rottweiler kam, kann zur Zeit nicht genau ermittelt werden, da der Geschädigte nicht vernehmungsfähig ist.

Durch einen Mitarbeiter der Tierrettung seien beide Tiere für kurze Zeit in ihrem Zwinger untergebracht worden. Am Sonnabend wurden sie durch das Ordnungsamt an einem anderen Ort untergebracht, so die Polizei.

Dem Hundehalter sei bis zum Abschluss der Ermittlungen das Halten von Hunden vorläufig untersagt worden.