Der erste Test ist gut gelaufen. Die "Theaterstraßenbahn" wurde vor allem auf ihrer Rückfahrt gut angenommen. Die Straßenbahnfreunde Halberstadt werden deshalb auf jeden Fall am 1. Mai wieder mit einem Sonderwagen im Einsatz sein.

Halberstadt l Die buntbemalte Kinderstraßenbahn fällt auf, wenn sie in Halberstadt unterwegs ist. Am Karfreitag wurde sie kurzerhand zur "Theaterstraßenbahn" umfunktioniert. Vor allem, weil sie über Tische verfügt, auf denen die Fahrgäste ein Glas abstellen können. Denn mit einem kleinen Getränkeangebot rundeten die Mitglieder des Freundeskreises Straßenbahn Halberstadt ihre besondere Aktion für die Musikliebhaber ab.

War die Fahrt hin zum Theater am frühen Abend eher spärlich genutzt worden, füllte sich nach dem Sinfoniekonzert die Bahn zusehends. Zu denen, die dieses Angebot wahrnahmen, gehörten auch Christa Bolde und Heinz Durow. "Wir finden dieses Angebot ganz toll", sagte die 73-jährige Halberstädterin, die ganz begeistert vom Konzert schwärmte, das sie kurz zuvor genießen durfte. Auch Heinz Durow (74) schwelgte noch in den Klängen der Musik, benannte dann aber ganz praktisch einen Grund, warum sich beide nicht auch schon bei der Hinfahrt auf die Straßenbahn verlassen hatten. "Uns schienen die 15 Minuten von der Ankunft an der Haltestelle Heinrich-Julius-Straße bis zum Konzertbeginn doch etwas knapp", sagte der 74-Jährige.

"Genau aus diesem Grund machen wir ja solche Testfahrten", sagte Michael Wendt. "Wir wollen Erfahrungen sammeln und können dank solcher Hinweise einiges verbessern", so der stellvertretende Vereinsvorsitzende. Gemeinsam mit Rolf Wettges, Frank Haupt, Dr. Thomas Wagner, Reinhold Buhl und Astrid Schneider, ebenfalls Mitglieder des Freundeskreises, war er am Karfreitag im Einsatz. Die Vereinsleute gaben Auskunft zur Straßenbahn, schenkten gegen eine Spende Getränke aus und sammelten Spenden ein. "Die Fahrgäste zeigten sich spendenfreudig", berichtete Wendt. Gesteuert wurde die Bahn von Udo Behnke, der für Birgit Vollmer eingesprungen war, die sonst meist die Sonderfahrten der Straßenbahnfreunde lenkt.

Über Handy standen die Freundeskreismitglieder in der Bahn mit einem Vereinsmitglied in Kontakt, das im Foyer des Theaters auf die bereitstehende Straßenbahn hinwies. "So wollen wir sicherstellen, dass wirklich jeder, der mit möchte, die Bahn auch noch erreicht", erklärte Frank Haupt. Über die Resonanz, besonders auf der Heimbringerfahrt, freuten sich die Vereinsleute sehr. "Wir werden auf alle Fälle die Fahrt am 1. Mai zum Sinfoniekonzert wieder anbieten", so Haupt.

Der Fahrplan kann per E-Mail beim Freundeskreis abgerufen werden unter fk.strab-halberstadt@freenet.de.