Blankenburg (jmü/dl) l Der Brand, der am Sonntag gegen 1.40 Uhr ausbrach, hat Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei über Stunden in Atem gehalten. Der Bungalow, in dessen Wintergarten das Feuer laut Polizei ausbrach, brannte komplett nieder. Wie Polizeisprecher Peter Wöde wenig später sagte, sei in den Wintergarten eine Heizung auf Gasbasis betrieben worden. "Wir gehen zum jetzigen Zeitpunkt davon aus, dass diese Heizung das Feuer verursacht hat, möglicherweise durch eine Explosion", so der Einsatzleiter im Polizeirevier Harz.

Nach Wödes Angaben hatte der Besitzer des Bungalows, ein 45 Jahre alter Mann aus Calberlah im niedersächsischen Landkreis Gifhorn, die Heizung im Wintergarten in Betrieb gesetzt und war in den Bungalow gegangen. "Als er zurückkehrte, brannte es im Wintergarten schon lichterloh." Der Mann habe noch selbst versucht, die Flammen zu löschen - dies sei jedoch misslungen. "Dabei hat er Verbrennungen an einer Hand erlitten und kam mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus", sagte der Hauptkommissar.

Nach dem Eingang der Notrufs, in dem laut Wöde von einer Explosion in einem Mehrfamilienhaus die Rede gewesen sei, wurde von der Leitstelle sofort Großalarm ausgelöst. Neben der Feuerwehr Blankenburg wurden auch die Cattenstedter Wehr sowie der Kreisbrandmeister und Vertreter des Feuerwehrtechnischen Zentrums an die Unglückstelle beordert. Hinzu kamen Notarzt und Rettungsdienst sowie Polizeibeamte.

Der Angriffstrupp der Feuerwehr begann unter Atemschutz, das Gebäude nach weiteren Verletzten abzusuchen. Die nachfolgend eintreffenden Kameraden richteteten eine stabile Wasserversorgung ein und brachten das Drehleiterfahrzeug in Position. Während der Löscharbeiten waren zeitweise drei Trupps unter Atemschutz gleichzeitig im Einsatz. Insgesamt wurden sieben Trupps unter Atemschutz eingesetzt.

Wie Polizeisprecher Peter Wöde sagte, klärte sich das Schicksal des zweiten Bungalownutzers wenig später auf: "Während der Brandbekämpfung hat sich ein 44 Jahre alter Mann aus Meine gemeldet."

Parallel zu den Löscharbeiten schalteten Vertreter der Stadtwerke Gas und Strom ab, um die Gefahr von weiteren Explosionen zu minimieren. Die vorgehenden Trupps sicherten das Dach, und löschten alle Gebäudeteile ab. Sie konnten jedoch nicht verhindern, dass der Bungalow komplett ausbrannte.