Mit der Information von bevorstehenden Sicherungsarbeiten an zwei leerstehenden Gebäuden und der Pflanzung von 350 neuen Bäumen sorgte die Sitzung des Ortschaftsrates Eilenstedt für gute Nachrichten.

Eilenstedt l Die Tatsache, dass Eilenstedt noch im April eine stattliche Anzahl neuer Bäume erhalten wird, war die wohl beste der guten Nachrichten für die Anwesenden der jüngsten Sitzung des Ortschaftsrates von Eilenstedt. Im Rahmen einer Baumersatzpflanzung sollen in Eilenstedt 350 einheimische Bäume wie Linden, Schlehen, Ahorn und Eichen gepflanzt werden. "Damit wird sich das gesamte Ortsbild verändern", sind sich die Mitglieder des Ortschaftsrates einig.

Die Pflege der jungen Bäume ist für die erste Zeit ebenfalls gesichert, sagt Ratsmitglied Michael Scholz. Es bestünde bereits die Idee, die Kindertagesstätte "Rappelkiste" und die Grundschüler im benachbarten Schlanstedt mit einzubeziehen. So könnte zum Beispiel durch Baumpatenschaften das Bewusstsein der Kinder für Natur und Heimat im Rahmen des Sachkundeunterrichtes gestärkt werden. "Eilenstedt bekommt einen Baumgürtel", stellt Katharina Witt erfreut fest.

"Licht und Raum für Eilenstedt" ist der Name, den der Ortschaftsrat für ein Projekt gefunden hat, das den Rückbau verwahrloster und leerstehender Objekte beinhaltet, informiert Ortsbürgermeister Volker Sander. Mit dieser Projektidee "Zukunft durch Rückbau" beteiligt sich Eilenstedt an der neuen Leader-Förderperiode. Erstmals sehen die geänderten Richtlinien auch geförderten Rückbau vor. Sander sieht hier eine Chance für die Dörfer, herrenlose und verwahrloste Objekte loszuwerden.

Dass sich an zwei dieser ungeliebten Immobilien in der Ortslage Eilenstedt bereits jetzt etwas tun wird, ist die nächste gute Nachricht des Ortsbürgermeisters. Noch im April werden am Gebäude der ehemaligen BHG Sicherungsmaßnahmen beginnen. "Das Dach wird zurückgebaut und die Mauer gesichert. Damit nimmt das Bauordnungsamt des Landkreises Harz eine sogenannte Ersatzmaßnahme vor." Diese greife immer dann, wenn es keinen Eigentümer gebe, wie im Fall der BHG, oder noch vorhandene Eigentümer nicht reagieren, erklärt Sander. So auch beim zweiten Objekt, der ehemaligen Zuckerfabrik an der Breiten Straße. Weil die Eigentümer nicht auf die Aufforderung des Landkreises reagieren, ist hier das Bauordnungsamt in der Pflicht und wird tätig. Die Mauern sollen gesichert und teilweise abgetragen werden. Zwar werde sich der Gesamteindruck beider Objekte nicht wesentlich verbessern, jedoch wird erst einmal die Gefahr für die Öffentlichkeit gebannt. Schließlich hätten sich bei Sturm Steine und Ziegel gelockert.

Michael Richter berichtet von einem Treffen mit Vertretern der Harz AG, die gegenwärtig das gemeinsame Tourismuskonzept für die Einheitsgemeinden Huy und Osterwieck erarbeitet. "Wir haben in Eilenstedt viel zu bieten, sagt Richter und nennt mit der St.-Nicolai-Kirche, dem Reit- und Fahrverein und dem Freibad die Schwerpunkte des Ortes, die unbedingt in das neue Konzept gehören.

Für den ehemaligen Jugendclub gleich neben dem "Dorfkrug" gibt es drei Interessenten. Einer davon, Rüdiger Beck, ist zur Ortschaftratssitzung gekommen, um in der Bürgerfragestunde sein Interesse an dem Gebäude zu bekräftigen und ein Nutzungskonzept vorzustellen. Er spricht dabei im Namen der Mitglieder der neugegründeten Band "Terra-Herz", die das Gebäude als Probenraum nutzen und eine Musikschule etablieren möchte.

Auf der Tagesordnung des nichtöffentlichen Teils der Sitzung des Ortschaftsrat standen neben verschiedenen Grundstücksangelegenheiten auch die mögliche Veräußerung des ehemaligen Jugendclubgebäudes.

   

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