Halberstadt l Sie sind zwischen 15 und 23 Jahre alt und kommen aus ganz verschiedenen Ecken Deutschlands. Für vier Tage werden sie in Halberstadt zu Gast sein, sich mit Musikprofis austauschen und zum ersten Mal ihre Werke hören, wenn nicht der Computer, sondern ein echtes Orchester die Noten wiedergibt. Und sie werden mit anderen Jugendlichen über sich und ihr besonderes Hobby sprechen, Musikfreunden unterschiedlichster Generationen vorstellen, wie Orchestermusik heute klingen kann. Und wenn alles gut läuft, nehmen sie dafür sogar noch einen Preis mit nach Hause.

Kurz gesagt: Es ist wieder Orchesterwerkstatt-Zeit in Halberstadt.

Auf einer Pressekonferenz stellten gestern die Organisatoren vom Landesmusikrat und Nordharzer Städtebundtheater das Programm der 26. Werkstatt vor. Dabei gab es Lob für die Akteure vor Ort. "Solche Kooperationspartner haben wir richtig gerne", sagte Winfried Willems. Der Präsident des Landesmusikrates dankte dafür, dass die Musiker des Theaters und die Stadt Halberstadt so selbstverständlich bereit seien, jungen Talenten eine Bühne zu geben und ihnen durch sachkundigen, praxisnahen Rat Grundlagen für die weitere Entwicklung mit auf den Weg zu geben. Und die Preisverleihung zum Ende der Werkstatt sei zusätzliche Motivation.

Johannes Rieger, der bereits 15 der 26 Orchesterwerkstätten geleitet hat, berichtete von neuen Impulsen, die sich durch die Arbeit mit den jungen Komponisten auch für erfahrene Musiker ergeben und betonte, dass die Werkstatt auch eine Werbung für das eigene Haus sei. "Durch die Arbeit unserer Theaterpädagogin Anja Grasmeier gelingt es uns, Jugendlichen den Weg in den Konzertsaal, ins Theater nahezubringen. Dass in einem Konzert fünf bis sechs Uraufführungen erklingen und 150 jugendliche Zuhörer im Saal sitzen, das gibt es sonst nirgendwo in Deutschland."