Dingelstedt l Auf diesen Besuch freue er sich immer besonders, sagt Bürgermeister Thomas Krüger (CDU). Angekündigt hat sich Guido Spillecke von den Halberstadtwerken. Der Regionalbetreuer kommt nicht mit leeren Händen.

"Bereits seit sechs Jahren bedenken wir alle Ortsteile in unserem Versorgungsgebiet mit einem festen Betrag." Zu dieser Praxis habe sich die Unternehmensleitung entschlossen, um die Flut von Anträgen und Bitten um Spenden und Unterstützung, die durch die unterschiedlichsten Vereine, Aktionen und Organisationen an die Halberstadtwerke herangetragen worden seien, zu lenken.

Nun entscheiden die Ortsbürgermeister und Ortschaftsräte, was mit dem Geld passieren wird. " Wir wissen nicht, was genau vor Ort von Nöten ist." Dabei bestehe keine Rechenschaftspflicht, betont Spillecke. "Die Ortsbürgermeister können völlig frei verfügen." Er sei jedoch sicher, dass verantwortungsbewusst mit dem Geld umgegangen wird.

Bürgermeister Thomas Krüger nimmt den Scheck über insgesamt 3000 Euro entgegen und bedankt sich herzlich. Jeder der elf Huy-Ortsteile und die Gesamtgemeinde erhalten 250 Euro, die, wie Spillecke betont, bereits abgerufen werden können.

Erstmals ist in diesem Jahr die Erstellung einer Broschüre geplant, wo in Bild und Wort festgehalten werden soll, wofür die Ortschaften das Geld am Ende verwendet haben.

Kommunalbetreuer Spillecke weiß als Ortsbürgermeister von Emersleben genau, wo in den Kommunen der Schuh drückt. "Ich kenne die Sorgen und Nöte der Ortschaften und weiß, dass an allen Ecken und Enden Geld fehlt."

Bevor das Versorgungsgebiet der Halberstadtwerke auf den jetzigen Stand von insgesamt 42 Orten (größtenteils Altkreis Halberstadt) erweitert wurde, sei das Unternehmen sogar in der Lage gewesen, die Summe von jeweils 500 Euro an jede Ortschaft zu zahlen. Doch auch, wenn man mit 250 Euro nicht die Welt verändern kann, bei insgesamt 42 Orten, die zur Zeit in den Genuss der Zahlung kommen, reichen die Halberstadtwerke jährlich über zehntausend Euro weiter.

Neben dieser Unterstützung aller Ortschaften im Versorgungsgebiet schließt Guido Spillecke ein weiteres Engagement für ganz besondere Anlässe nicht aus. "Wir helfen nach unseren Möglichkeiten und dort, wo wir es für angebracht halten."

Dabei sei das Engagement vor Ort keine Einbahnstraße. "Wir sehen uns als kommunale Versorger mit der Region verbunden", sagt Spillecke und betont, dass die Halberstadtwerke diese Unterstützung der Region auch weiterhin leisten wollen, wenn die Menschen die Versorgungsleistungen der Halberstadtwerke akzeptieren.