Das Frühlingskonzert des Wegelebener Frauenchores im Schützenhaus mit zwei Gastchören hat sich wieder als musikalischer Höhepunkt erwiesen. Den erlebten allerdings weniger Zuhörer als zuletzt gewohnt.

Wegeleben l Das Interesse an der Traditionsveranstaltung des Wegelebener Frauenchores hielt sich in diesem Jahr in Grenzen. Davon ließen sich die Sängerinnen und Sänger allerdings nicht beeindrucken. Sie präsentierten einen bunten Mix aus Frühlingsliedern und Weisen, selbst afrikanische Klänge hallten durch das Schützenhaus und versetzten die Anwesenden in eine beschwingte Stimmung.

"Alle, die nicht gekommen sind, haben ganz sicher etwas verpasst", befand die CDU-Landtagsabgeordnete Frauke Weiß, die sich im Publikum befand und das Programm sichtlich genoss. Den Anfang machten dabei die Gastgeberinnen, bei denen besonders der starke Sopran geradezu herausragte. Chorleiterin Anneliese Herbst äußerte sich im Nachhinein auch positiv über den Auftritt ihrer Sängerinnen.

Als besonderer Leckerbissen entpuppten sich die klugen und durchaus lustigen Vorträge von Antje Ehlert, die über "Ameisenkinder" und "Elefantentanten" referierte. Die Lacher und den anerkennenden Beifall bekam sie prompt dafür.

Eine lange Freundschaft verbindet die Gastgeberinnen mit dem Frauenchor Magdeburg-Mitte. Die Damen aus der Landeshauptstadt feierten erst im letzten Jahr das 30-jährige Jubiläum, bei dem auch der Chor aus Wegeleben anwesend war. Umso trauriger ist die Tatsache, dass sich der Magdeburger Chor wohl noch in diesem Jahr auflösen wird. Schon im Vorfeld hatte Chorleiterin Hannelore Schwantes diese Andeutung gemacht. "Es wird unser letzter Auftritt in Wegeleben sein", sagte sie. Dennoch genossen alle die Abschiedsvorstellung des Chores, der aus Altersgründen die Notenblätter aus der Hand legen wird.

Der Auftritt des erstmals in Wegeleben weilenden Gemischten Chores aus Hasselfelde wurde mit der Übergabe eines Blumenstraußes eingeleitet. Diesen empfing Marianne Koch, die Vorsitzende der Gastgeberinnen, aus den Händen von Brigitte Westphal, die die Vorsitzende des Chores aus Hasselfelder ist. Danach legte der Gastchor munter los und die wohlklingenden Stimmen erfüllten den Saal. Stimmung kam auf, als afrikanische Lieder ertönten, die stilecht auf einer Trommel begleitet wurden. Ein begeisterter Beifall von den Anwesenden war der Lohn für den Vortrag. "Das war ein ganz starker Vortrag von unseren Gästen", befand Marianne Koch. Den Abschluss der Veranstaltung übernahmen die Wegelebenerinnen.

Der eigentlich ebenfalls eingeladene Männerchor aus Hoym hatte sein Kommen kurzfristig absagen müssen. Das tat der guten Stimmung im Schützenhaus jedoch keinen Abbruch.

 

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