Halberstadt/Sargstedt (dl) l Ein 35 Jahre alter Mann aus Halberstadt ist am späten Sonntagnachmittag bei einem schweren Unfall zwischen Halberstadt und Sargstedt so schwer verletzt worden, dass er wenig später in einer Magdeburger Klinik starb. Die Polizei hat die Untersuchungen zum Unfallhergang bislang noch nicht abgeschlossen. Vieles deutet nach den Worten eines Polizeisprechers jedoch darauf hin, dass der 35-Jährige den Unfall nicht verursacht hat.

Wie Polizeisprecher Thomas Springer am späten Sonntagabend mitteilte, ereignete sich die folgenschwere Kollision am Sonntag gegen 17 Uhr. Nach ersten Erkenntnissen war der 35 Jahre alte Motorradfahrer mit einer MZ älteren Baujahrs zwischen Halberstadt und Sargstedt auf der Kreisstraße unterwegs. Hinter ihm befand sich ein 71-jähriger Sargstedter mit seinem Fiat. "In einer Senke zwischen beiden Ortschaften kam es zum Zusammenstoß beider Fahrzeuge in dessen Folge der Motorradfahrer schwerste Verletzungen erlitten hat", sagte Polizeisprecher Springer.

Aufgrund seines kritischen Zustandes wurde der Motorradfahrer mit einem Rettungshubschrauber ins Klinikum Magdeburg-Olvenstedt geflogen. Dort erlag er kurze Zeit später seinen schweren Verletzungen. Der 71-jährige Unfallbeteiligte blieb nach Springers Worten unverletzt. Bei der Unfallaufnahme zogen die Beamten des Polizeireviers Harz einen Gutachter hinzu.

Wie Polizeisprecher Uwe Becker am Montag auf Anfrage ergänzte, wollte der Motorradfahrer nach den bisherigen Erkenntnissen in der besagten Senke nach links auf einen Feldweg abbiegen. "Offenbar ist er dabei vom Fiat-Fahrer überholt worden", so der Hauptkommissar. Aus polizeilicher Sicht eine klare Konstellation: "In dieser Senke besteht ein Überholverbot, das vorab mittels Weisungspfeilen eindeutig angezeigt wird", so Becker. Es sei zum jetzigen Zeitpunkt nicht ausgeschlossen, dass der Fiat-Fahrer dieses Überholverbot missachtet haben könnte. Die Ermittlungen sind nach Beckers Worten bislang aber noch nicht abgeschlossen.