Blankenburg/Klein Quenstedt (dl) lAm Ende war es wohl pure Unverfrorenheit, für die selbst gestandene Polizeibeamte nur noch Kopfschütteln übrig hatten: Eine 22 Jahre alte Frau aus Blankenburg, die am Freitagvormittag am Halberstädter Amtsgericht vorfuhr, um ihren Freund vom Termin beim Haftrichter abzuholen, saß vollgepumpt mit Drogen am Steuer. Damit hat sie nun ebenso wie der 30-Jährige Probleme mit Justiz und Polizei.

Letztere hatte der 30-jährige Blankenburger in der Nacht zum Freitag in Atem gehalten. Gegen 22.30 Uhr wollten Beamte den polizeibekannten Mann in Klein Quenstedt stoppen, da er mit einem Motorrad ohne Kennzeichen unterwegs war. "Er flüchtete und raste rücksichtslos und verkehrswidrig durch den Ort", so Polizeisprecher Uwe Becker. Nachdem wenig später die Handschellen geklickt hatten, war klar: es ist ein dicker Fisch. Der Mann stand unter Drogen, besitzt keine Fahrerlaubnis und wurde per Haftbefehl gesucht. Die Beamten fanden Dokumente, die aus einem Autoaufbruch stammten, und die Suzuki GSX-R 1000 war wohl Stunden zuvor in Derenburg gestohlen worden. Dennoch setzte der Richter den Haftbefehl später außer Vollzug.

Die Polizei ermittelt nun gegen den 30-Jährigen und dessen 22-jährige Chauffeurin. Die Tour unter Drogen dürfte sie mit 500 Euro, zwei Punkten und einem Monat Fahrverbot teuer zu stehen kommen.