In der Gemeinde Nienhagen gibt es seit Donnerstag einen Bürgermeisterplatz. Zur Einweihung erschienen Bürger des Schwanebecker Ortsteils und Stadträte. Der eigentliche Festakt nahm dabei nur wenige Minuten in Anspruch.

Nienhagen l Was länge währt, wird endlich gut - aber nicht unbedingt spektakulär. So kann die Einweihung des neuen Bürgermeisterplatzes in Nienhagen umschrieben werden. Am Donnerstagabend versammelten sich an der Thälmannstraße, Ecke Turmstraße knapp 30 Anwohner, Kommunalpolitiker und Vertreter der Verbandsgemeinde Vorharz, um an dem feierlichen Akt teilzunehmen. Den neugierigen Gästen der Einweihung fiel sogleich ein mit einer Plastiktüte verhülltes Straßenschild auf.

Schwanebecks Bürgermeisterin Christina Brehmer (Die Linke) eröffnete das Treffen, indem sie noch einmal in Erinnerung rief, wie es zu dem Entschluss gekommen war, den Bürgermeisterplatz zu schaffen. "Ursprünglich gab es den Vorschlag eines Bürgers, die Thälmannstraße nach dem ehemaligen Nienhagener Bürgermeister Reinhold Hallensleben zu benennen", sagte sie. "Im Stadtrat wurde aber entschieden, diesen bislang namenlosen Platz aus Kosten- und Fairnessgründen in Bürgermeisterplatz zu benennen." Danach verlas sie die Namen der insgesamt sieben Bürgermeister, die in Nienhagen seit 1945 tätig waren. Das waren Hermann Franke, Wilhelm Trumpf, Ferdinand Krauß, Willi Koschek, Adolf Günzel, Gudrun Schuster und Reinhold Hallensleben.

Die Rentner Hannelore Jordzik und Ernst Paper enthüllten das Schild des Bürgermeisterplatzes. Nach knapp zehn Minuten war ein Stadtratsbeschluss umgesetzt, der vor etwa anderthalb Jahren gefasst worden war. "Nachdem das Schild etwa ein Jahr lang in der Verwaltung lag, sind wir erst einmal froh, dass es nun an Ort und Stelle ist", sagte der stellvertretende Bürgermeister Benno Liebner (Freie Wähler Nienhagen).

Stadtratsmitglied Klaus-Friedrich Günther (Freie Wähler Nienhagen) hätte sich gern eine feierlichere Veranstaltung gewünscht. "Außerdem sollte doch eigentlich eine Ehrentafel mit den Namen der Bürgermeister hier ihren Platz finden", sagte er. "Letztendlich ist erst einmal ein Anfang gemacht, lange genug hat es ja auch gedauert. Das Anbringen der Tafel sollten wir aber trotzdem nicht aus den Augen verlieren."