Eine kleine Abordnung aus der Gemeinde Huy stattete der Stadt Huy in Belgien einen Besuch ab. Anlass war eine Einladung zu den Feierlichkeiten zum 70. Jahrestag des Kriegsendes.

Dingelstedt l Auf eine Reise in die über 500 Kilometer entfernte Stadt Huy hatten sich Bürgermeister Thomas Krüger (CDU) und Ortsbürgermeister Volker Sander (CDU) gemacht. Begleitet wurde sie von der Schülerin Michele Jedanowaski aus Röderhof, die als Dolmetscherin für die richtige Verständigung gesorgt hat.

"Wir wurden sehr herzlich empfangen", sagt Thomas Krüger. Der Besuch aus Deutschland und vor allem die Namensgleichheit sei von der Presse stark beachtet worden. Bei einer Stadtführung erfuhren die Gäste Wissenswertes aus der Geschichte der Stadt Huy und entdeckten durchaus auch Parallelen. So habe sich beispielsweise der Bischof von Lüttich nach Huy zurückgezogen, ähnlich wie der Bischof zu Halberstadt die Ruhe der Huysburg gesucht hat.

Bei einem Empfang der Stadträte hatten Thomas Krüger und Volker Sander dann auch Gelegenheit, einige Vertreter anderer Partnerstädte der belgischen Stadt Huy zu treffen. Mit insgesamt zwölf Städten ist die Stadt Huy partnerschaftlich oder freundschaftlich verbunden. Darunter sind auch Städte aus Afrika wie Benin und Senegal oder aus Asien wie Südkorea und China. Während einer Begegnung mit Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums, die seit drei Jahren Deutsch lernen, wurde der Wunsch geäußert, diese Deutschkenntniss anzuwenden. Dazu will Thomas Krüger den Kontakt zum Martineum in Halberstadt herstellen.

Der Anlass der Reise, die Feierlichkeiten zum Ende des Zweiten Weltkrieges vor 70 Jahren, stand im Mittelpunkt des dritten Besuchstages. Thomas Krüger habe in seiner Rede der Opfer des Krieges gedacht und über Trauer und Leid, jedoch auch über Versöhnung gesprochen und zum Dialog eingeladen. Eine Städtepartnerschaft wäre trotz aller Unterschiede eine ideale Gelegenheit dafür. Beide Seiten haben ihr Interesse an so einer Partnerschaft betont, im Herbst werden die Gäste aus Belgien nun erst einmal in unseren Huy kommen, sagt Thomas Krüger.

 

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