Schwierige Woche stehen vor der Stadt Halberstadt. Ab Mitte Juli verwandelt sich der Heineplatz wieder in eine Baustelle. Straßen werden saniert und Gleise der Straßenbahn ausgewechselt, wie die Landesstraßenbaubehörde und die Halberstädter Verkehrs Gesellschaft bestätigen.

Halberstadt l Der sensible Heineplatz in Halberstadt verwandelt sich ab Anfang Juli erneut in eine Baustelle. Dann droht der Stadt zwar kein Verkehrsinfarkt, mit Rhythmusstörungen ist jedoch zu rechnen. Am Heineplatz schlägt das "Verkehrsherz" Halberstadts. Zwei Bundesstraßen, die 81 und 79, zwei kommunale Straßen sowie die Straßenbahn treffen dort aufeinander. Fast 14 000 Fahrzeuge, darunter etwa 530 Lkw, rollen täglich über die Kreuzung. Die Landesstraßenbaubehörde Sachsen-Anhalt Regionalbereich West will die Fahrbahnen erneuern. Die Halberstädter Verkehrs Gesellschaft (HVG) schließt sich an und tauscht verschlissene Straßenbahngleise gegen neue aus.

"Der Startschuss für die Bauarbeiten fällt aller Wahrscheinlichkeit nach am ersten Tag der Sommerferien am 13. Juli", informiert HVG-Geschäftsführer Axel Wöhlbier auf Nachfrage der Halberstädter Volksstimme. Für das städtische Nahverkehrsunternehmen sei das eine relativ unproblematische Zeit. Während des Baus kann die Straßenbahnlinie 1 Hauptbahnhof-Friedhof nicht fahren und muss im Ersatzverkehr durch Busse ersetzt werden. "Wegen der Sommerferien entfällt der Schülerverkehr und wir haben freie Bus-Kapazitäten", sagt der Geschäftsführer. Die HVG muss am Heineplatz zwei jeweils 25 Meter lange Gleise ersetzen, die verschlissen sind. Dabei handelt es sich um die Anschlussstücke vom Heineplatz aus über die Schwanebecker Straße in Richtung Kühlinger Straße. Die habe man im vergangenen Jahr, als der Platz für 260 000 Euro ein neues Schienenbett erhalten hat, nicht erneuert, so Axel Wöhlbier.

Stefan Hörold, Chef des Regionalbereichs West der Landesstraßenbaubehörde, rechnet mit vier Wochen Bauzeit, in denen der Heineplatz voll gesperrt ist. Eine Umleitungsstrecke wird eingerichtet, über deren Verlauf kurz vor Beginn der Arbeiten informiert wird.

Die Bitumendecken der Fahrbahnen beidseitig der Straßenbahngleise werden abgefrässt, die Gossen erneuert und anschließend wird eine neue Bitumendecke auf die Straßen gebracht, erläutert Stefan Hörold die anstehenden Arbeiten. "Zeitgleich wird der Gehweg Schwanebecker Straße verbreitert, der bisher nur für Fahrradfahrer reserviert war und dann auch für Fußgänger frei ist", so der Behörderleiter.

Das Gemeinschaftsprojekt von Landesstraßenbaubehörde und HVG soll etwa 250 000 bis 300 000 Euro kosten.