Das Volksfest in Rodersdorf hat zahlreiche Besucher aus der Gemeinde und den umliegenden Orten angelockt. Zu einer Riesengaudi wurde dabei die Abholung der Schützenkönige aus dem Vorjahr. Der König wurde von Hexen als Frosch verkleidet und mit einem großen Umzug durch das Dorf geführt.

Rodersdorf l Wenn es um spaßige Ideen geht, sind die Rodersdorfer nicht in Verlegenheit zu bringen. Das bekam der Schützenkönig aus dem Vorjahr, Uwe Stavenhagen, am eigenen Leib zu spüren. Schon am frühen Morgen erschienen bei ihm in Schwarz gekleidete Hexen, die ihn kurzerhand in ein Froschkostüm zwängten und mit zum Umzug durch das Dorf nahmen. "Ich bin mir nicht sicher, ob er noch eine 70-jährige Jungfrau gefunden hat, die ihn letztendlich erlöst hat", sagte Silvia Knäringer, die Vorsitzende des örtlichen Heimatvereins. "Das haben die Hexen zur Bedingung gemacht, damit er von seinem Fluch erlöst wird."

Die Rodersdorfer amüsierten sich über den Scherz prächtig und ein froh gelaunter Umzug schlängelte sich durch die Gemeinde, angeführt von den Halberstädter Stadtbläsern. Angekommen auf dem Sportplatz, legten die Musiker noch einen Auftritt im vollen Festzelt hin. Mit dabei waren auch die Fahnenträger des Heimatvereins Rodersdorf und Mitglieder des Wegelebener Schützenvereins.

Festzelt ist schon zu Beginn mit Gästen gefüllt

"Schon beim Hausschlachtefrühstück herrschte ein reges Treiben", berichtete Silvia Knäringer. "Die Fußball- und die Volleyballteams haben ihre Turniere ausgetragen, während im Zelt das Programm lief."

Die "Wigosterne" vom Karnevalclub Wegeleben legten im Zelt einen umjubelten Auftritt hin und die Trommler vom Harslebener Spielmannszug begeisterten ihre Zuhörer. Draußen sorgte das Pearlball-Fußballspiel für Gaudi. Dabei mussten die Akteure, eingeschlossen von luftigen Hüllen agieren. "Das hat für viel Spaß bei den Kickern und auch den Zuschauern gesorgt", sagte die Vorsitzende des Heimatvereins.

Derweil waren die jüngsten Besucher auf der Hüpfburg oder an den Spielgeräten der Sportjugend aktiv. Auch das Pusterohrschießen erwies sich als Renner. Bei der Suche nach der "Nadel im Heuhaufen" mussten die Kinder Überraschungseier in einem Haufen finden und bekamen kleine Preise für ihre Mühe.

Während sich die Erwachsenen auf dem Mini-Trödelmarkt umschauten und das Kuchenbuffet besuchten, starteten die Wettkämpfe mit dem Luftgewehr und der Luftpistole. Am Ende setzte sich bei den Kindern Rick Rütze durch, er durfte sich über den Königstitel freuen.

Neue Majestäten werden nach Hause begleitet

Bei den Erwachsenen hatte Bernd Schulze am Ende die Nase vorn. Der Jubel war bei den Siegern groß, als sie die Pokale empfingen und letztendlich von einer Leibgarde und Freunden und Bekannten nach Hause begleitet wurden. Die "Gardisten" hatten sich stilecht als Türken verkleidet, stolz trugen sie den roten Fez. Damit bewiesen die Männer echtes Traditionsbewusstsein, denn von den früheren Rodersdorfer hatten etliche orientalische Wurzeln, so verrät es jedenfalls die Historie. Den krönenden Abschluss des Festes bildete eine Disco im Festzelt mit den DJ´s aus der "Wilden Zicke".

 

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