Halberstadt. Die eigene Berufsausbildung ist für die Leitung der Halberstadtwerke seit langem eine Schwerpunktaufgabe. Seit 1997 wurden in dem Betrieb bereits 59 Jugendliche zur Ausbildung eingestellt, sagte Stefanie Wünsch, Verantwortliche für die Berufsausbildung. Gegenwärtig sind 16 Auszubildende im Unternehmen beschäftigt.

Für die vorbildliche Ausbildungsquote von 15 Prozent gab es bereits mehrere Zertifikate und Auszeichnungen, unter anderem von der Arbeitsagentur und der IHK. Bundesweit wird eine Ausbildungsquote von sieben Prozent angestrebt. Für das Berufsausbildungsjahr 2010 meldeten sich rund 100 Bewerber auf die sechs ausgeschriebenen Stellen und für den Bewerbungsschluss für 2011 am 20. Februar wird ebenfalls mit einem großen Andrang gerechnet.

Acht Mitarbeiter im kaufmännischen Bereich und sieben Techniker haben eine Ausbildereignungsprüfung abge- legt und unterstützen gemeinsam mit zeitweiligen Mentoren den Prozess.

Damit stets die passenden Jugendlichen eingestellt werden, gibt es frühzeitige Verbindungen zu den Schulen. So wird in den 9. Klassen der Region der Energieunterricht unterstützt und mit Informationen zum Unternehmen untersetzt. Bei den Berufsausbildungsmessen der Arbeitsagentur sind die Halberstadtwerke dabei. Schließlich läuft gemeinsam mit einem Bildungsträger ein Projekt zur außerschulischen Berufsorientierung in den 9. Klassen.

Aktuell werden Bewerber für die Ausbildungsberufe Bürokauffrau, Anlagenmechaniker und Elektroniker für Betriebstechnik gesucht. Das Auswahlverfahren beginnt bei den Schulnoten, wonach eine Rangfolge aufgestellt wird. Rund 40 Bewerber erhalten dann eine Einladung zu einem Test am Computer. Die 20 Besten werden weiter in einem Gruppentest auf ihr Sozialverhalten und Belastbarkeit überprüft. Endgültige Entscheidungen fallen nach persön- lichen Vorstellungsgesprächen.

Gute Umgangsformen, Konzentrationsvermögen, Lernwille, Zielstrebigkeit, logisches Denkvermögen und Teamfähigkeit gehören zu den generellen Anforderungen an die Bewerber. Die Ausbildung der Bürokaufleute und Elektroniker dauert drei Jahre, während die Anlagenmechaniker dreieinhalb Jahre in die Lehre gehen.

Lohn für alle Mühen ist eine solide berufliche Perspektive in einem zukunftsorientierten Unternehmen. "Zu unserer Unternehmensstrategie gehört eine hohe Ausbildungsquote", betont Firmensprecher Andreas Jahn gegenüber der Volksstimme. Nach einer erfolgreichen Ausbildung gibt es immer eine Chance auf einen festen Arbeitsplatz.