Halberstadt. Mit seinem Briefmarken-Exponat zu den UNESCO-Welterbestätten hatte der Halberstädter Gerhard Föllner bereits mehrfach auch in den USA Erfolg. Kürzlich erhielt er eine Auszeichnung der Arizona Philatelic Rangers (Volksstimme berichtete). "Inzwischen haben sich einige Bürger und Institutionen bei mir gemeldet und wollten Näheres zu dieser Vereinigung wissen", sagte Föllner.

Deshalb soll das Thema noch einmal aufgegriffen werden. Die erste amerikanische Inlandspost wurde von der britischen Kolonialverwaltung im Dezember 1672 eingerichtet und ab 1756 in New York etabliert. "Kurz nach der amerikanischen Revolution von 1774 errichteten die Aufständischen ein eigenes provisorisches Postwesen, welches dann vom ersten amerikanischen Kongress übernommen und nach dem Sieg über England zur offiziellen US-Post wurde", berichtet Föllner.

Da diese neue Staatspost nicht in der Lage war, vor allem in den Weiten des unwegsamen Pioniergebietes des wilden Westens alle postalischen Bedürfnisse zu erfüllen, begannen 1836 mehrere Privatpostlinien, die Post zu befördern. 100 Jahre lang bestand so die Ponny-Express-Route, zu deren Jubiläum sich 1960 die Arizona Philatelic Rangers auf historischer Basis gründeten. 2010 konnte die Vereinigung ihr 50-jähriges Bestehen feiern. Diese Organisation betreibt in Tucson auch das einzige Western Postal History Museum. "Die historischen Poststationen gelten im heutigen (wilden) Westen als ausgesprochene Touristenattraktionen mit Postkutschen und Pony-Reitangeboten", weiß Föllner. Kennzeichen dieser Gesellschaft ist der philatelistische Sheriff-Stern, welche auf Lebzeiten verliehen wird. Diesen Ehrentitel "The German American Deputy Sheriff of Arizona Philatelic Rangers" hat Gerhard Föllner kürzlich verliehen bekommen.

Die US-Organisation kümmert sich heute weltweit um die Betreuung von Kindern, Schülern und Studenten, die auf dem Gebiet der Philatelie arbeiten.