Das neue Feuerwehrauto, das die Veltheimer Kameraden vor einem Jahr erhielten, sorgte für neuen Schwung bei der Feuerwehrtruppe. Das stellte Ortsbürgermeister Marco Jede auf der Jahreshauptversammlung der Wehr am Sonnabend fest.

Veltheim. 26 aktive Einsatzkräfte, das ist für ein kleines Dorf wie Veltheim eine ganze Menge. Auch wenn sich die Zahl der Einsätze im vergangenen Jahr in Grenzen hielt, das neue Fahrzeug mit seinem Wassertank an Bord konnte schon einmal verheerenden Schaden verhindern. Es war an einem heißen Sommertag 2010, als ein Feuer am alten Hessener Bahndamm auf ein erntereifes Rapsfeld überzugreifen drohte. Gemeinsam mit den Hessener Feuerwehrleuten konnte der Großbrand verhindert werden.

Das war einer von vier Einsätzen des vergangenen Jahres, auf die Wehrleiter Dirk Lange Rückschau hielt. Außerdem brannte auf einer Putenfarm Mist in einem Silo und es gab ein Feuer im Großen Bruch. Für einen weiteren Einsatz nach Hessen wurde man zwar alarmiert, konnte ihn aber schnell abbrechen.

Die Veltheimer Feuerwehr mit ihren insgesamt 34 Mitgliedern ist Bestandteil des Dorflebens. Das Osterfeuer wird zum Beispiel von ihr organisiert. An der Versammlung nahmen auch Vertreter des örtlichen Angelvereins teil, die sich die enge Zusammenarbeit – auch mit den anderen Vereinen im Dorf – weiterhin wünschen.

Gäste der Sitzung waren, wie jedes Jahr, ebenfalls Abordnungen der Feuerwehren vom Nachbardorf Osterode und aus Niedersachsen von der Partnergemeinde Roklum und dem Namenspartner Veltheim/Ohe. Osterodes Wehrleiter Friedrich Neuhaus kündigte dabei den Veltheimern an, dass er in Kürze sein Amt abgeben werde. Als Stadtrat für Osterwieck wolle er aber weiterhin Ansprechpartner der Feuerwehren bleiben.

Eine Besonderheit in Veltheim: Es gibt keine Frauen in der Truppe. Auch kein Mädchen in der siebenköpfigen Jugendfeuerwehr, wie Jugendwart Chris Kruse berichtete. Er gehört eigentlich zur Feuerwehr Hessen, kümmert sich aber um den Nachwuchs in Veltheim – und würde sich bei der Betreuung noch über einen Mitstreiter aus dem Dorf freuen. "Wir müssen uns dringend Gedanken um den Nachwuchs machen", befand auch Dirk Lange.

Chris Kruse lobte in höchsten Tönen das vergangene Jugendzeltlager in Schauen, das erste gemeinsame innerhalb des neuen Stadtgebietes. "So etwas haben wir noch nie erlebt." Ein Indiz, dass es Unterschiede in der Feuerwehrarbeit der früheren Abschnitte Osterwieck und Aue-Fallstein gab. Stadtwehrleiter Frank Kenzig äußerte den Wunsch, dass die Feuerwehren noch mehr über diese frühere Verwaltungsgrenze hinweg zusammenkommen.

Eine ganze Reihe Ehrungen gab es auf der Feuerwehrversammlung für Dienstjubilare. Zehn Jahre haben Tobias Kruse und Heiko Drechsler geleistet. Für 20 Jahre wurden Manfred Behrens, Frank Knüttel und Peter Almes geehrt, für 30 Jahre Bernd-Uwe Almes. Auf 60 Jahre bei der Feuerwehr kann Gerhard Almes zurückblicken. Außerdem erhielten Jan Försterling und Sascha Böhm ihre Urkunden für den Truppmannlehrgang sowie Jürgen Jähnichen und Tobias Kruse für den absolvierten Sprechfunklehrgang.