Halberstadt/Emersleben (dlo). Die Kreisstadt Halberstadt und der Ortsteil Emersleben werden telefonisch auch künftig zwei unterschiedlichen Ortsnetzbereichen angehören: Die Verantwortlichen in der Bundesnetzagentur hätten einen Vorstoß der Stadtverwaltung Halberstadt auf einen Wechsel von Emersleben in den Ortsnetzbereich Halberstadt abgelehnt, so Stadtsprecherin Ute Huch.

Die Mitarbeiter der Bundesbehörde hätten insbesondere daran erinnert, dass sich bereits der Gesetzgeber im Rahmen der Liberalisierung des Telekommunikationsmarktes ausdrücklich gegen eine fortlaufende Anpassung der Ortsnetzstrukturen ausgesprochen habe, zitiert Ute Huch aus dem Antwortschreiben der Bundesnetzagentur. Schließlich seien mit einem Wechsel sowie der Anpassung der Ortsnetzstrukturen an kommunale Grenzen umfangreiche Eingriffe in bestehende Rechtspositionen bei den Anschlussinhabern (Rufnummernwechsel) und den Netzbetreibern gleichermaßen verbunden. Ferner sei eine solche Angleichung, wie sie Emersleben mit Blick in Richtung Halberstadt seit langem wünscht, mit erheblichen Kosten für die Netzbetreiber verbunden. Die Betreiber seien nicht bereit, diese Aufwendungen unentgeltlich zu erbringen, heißt es weiter.

Die Emersleber fordern bereits seit Jahren einen solchen Wechsel und hatten damit zuletzt auch die Hoffnung auf den Aufbau eines superschnellen VDSL-Netzes – so wie jetzt in Halberstadt – verbunden. Zumindest kommt in Emersleben nun der Ausbau des DSL-Netzes in Gang: Kommende Woche wird ein Fördermittelbescheid übergeben.