Ein reges Vereinsleben, aber wenig öffentliche Zuschüsse, so stellte sich die Situation beim jüngsten Vereins- und Unternehmensstammtisch in Schlanstedt dar. Sparkassen-Vorstand Werner Reinhardt ermutigte, Zuschussanträge an sein Institut zu stellen.

Gemeinde Huy/Schlanstedt. "Was kann verändert werden, was können wir gemeinsam erreichen?", unter dieser Fragestellung stand der zweite Stammtisch für Vereine und Unternehmen, zu dem Ortsbürgermeisterin Irene Markworth kürzlich eingeladen hatte. Nach der Premiere im vergangenen Jahr ließ auch die gut besuchte diesjährige Veranstaltung im Burgstall darauf schließen, dass das Interesse der Schlanstedter an der Gestaltung des Lebens in ihrem Heimatort nicht abgeflaut ist.

Der Abend begann mit einem kleinen Kulturprogramm: Die "Schützenlerchen" sorgten für eine musikalische Begrüßung und stimmten die Gäste optimistisch: "Freu dich über jede Stunde", hieß ihr erstes Lied. Für kräftigen Applaus sorgte Kerstin Bawey. Ihre "Step & Dance"-Gruppe begeisterte mit temperamentvollen Darbietungen. "Opp Platt" unterhielt Harry Hildebrandt die Anwesenden im weiteren Verlauf des Abends.

Als Ehrengast begrüßte die Ortsbürgermeisterin den Vorstandsvorsitzenden der Harzsparkasse Werner Reinhardt. Nach der Fusion der Sparkassen in den Altkreisen Quedlinburg, Halberstadt und Wernigerode habe sein Kreditinstitut eine gute Entwicklung genommen, ließ er wissen. Auch weiterhin wolle man als Dienstleister in der Fläche vertreten sein, versprach Reinhardt: "Es gibt keinerlei Überlegungen, die hauptamtlich besetzte Geschäftsstelle in Schlanstedt zu schließen." Gleiches gelte auch für die Zweigstellen in Dingelstedt und Dedeleben.

"Wer Gutes tun will, muss vorher Geld verdienen", so der Bankenchef. "Wir haben einen öffentlichen Auftrag", betonte er und verwies auf die Zuwendungen, die Schlanstedter Vereine bereits aus den Mitteln der Sparkasse und ihrer Stiftung erhalten hätten. "Stellen Sie Anträge", ermutigte er die Anwesenden, "wir finden Wege für fast alles." Ein "vernünftiges Konzept" sei allerdings Voraussetzung.

Die verbleibende Zeit des Abends nutzten die Vereine, um ihre Vorhaben für das Jahr 2011 vorzustellen. Den Anfang machte Sieglinde Hübner, Vorsitzende des Heimatvereins St. Martinus. Die Saison in der Heimatstube werde am Sonntag, dem 6. März, mit der Sonderausstellung "Auf den Spuren unserer germanischen Vorfahren" eröffnet, kündigte sie an. Ein Erntedankfest sei für den 2. Oktober geplant.

Schützenfest werde in diesem Jahr vom 12. bis 14. August gefeiert, bekräftigte Schützenhauptmann Wolfgang Köhler. Er mahnte den dringend notwendigen Umzug des Luftgewehr-Schießstandes aus der ehemaligen Schule in das Schützenhaus an. Dort fehle es nach wie vor an einer ausreichenden Straßenbeleuchtung kritisierte er.

Zum Maifeuer lädt die Feuerwehr am Sonnabend, dem 30. April, ein. Das Osterfeuer werde aber wegen der zeitlichen Nähe ausfallen. In die neunte Runde geht der Huy-Burgen-Lauf in diesem Jahr und zwar am 7. und 8. Mai, allerdings diesmal ohne Staffellauf, schränkte Organisator Rainard Mühlhaus ein.

Welche Unterstützung kann die Einheitsgemeinde bei der Gestaltung des Lebens im Ort leisten? Diese Frage stand während des Abends immer wieder im Raum. "Keine finanzielle", bedauerte Bürgermeister Thomas Krüger, der die örtlichen Vereine lobte: Ihr Wirken in Schlanstedt sei "beispielgebend". Krüger verwies auf die Möglichkeit, den Rahmenvertrag der Einheitsgemeinde für eine Veranstalter-Haftpflicht zu nutzen. Ein ähnlicher Rahmenvertrag bestehe auch für die GEMA-Gebühren.