Die Öffnung des Strommarktes für mehr Wettbewerb habe man immer als Chance gesehen, sagt Bodo Himpel. Der Stadtwerkechef freut sich, dass sein Unternehmen nun auch bundesweit aktiv ist.

Halberstadt. "Das zeigt, dass wir wettbewerbsfähig sind", sagt Bodo Himpel und Geschäftsführer-Kollege Ralph Botschen ergänzt: "Das ist eine klare Bestätigung dafür, dass wir beim Stromeinkauf unsere Hausaufgaben gemacht haben." Sonst wäre der Vertrag mit der Ameos-Gruppe nicht zustande gekommen.

Was die beiden Stadtwerke-Chefs freut, ist der Fakt, dass die Halberstadtwerke in diesem Jahr 37 Einrichtungen des privaten Krankenhaus-Trägers in Deutschland mit Strom beliefern. Die Kliniken und Einrichtungen sind auf sieben Bundesländer verteilt.

Mit einem günstigen Einkaufspreis und einem engagierten Team sei es gelungen, ein Produkt anzubieten, das im bundesweiten Wettbewerb angeboten werden und sich dann auch behaupten konnte, erklärt Himpel. "Für solche Aktionen muss man über das entsprechende Wissen und die notwendige Technologie verfügen", erläutert er weiter. Die Investition in diese Technologie zahle sich nun aus. "Das war ein notwendiger, sehr erfolgreicher Schritt". Die Halberstadtwerke hätten von jeher den Ansatz gehabt, sich als regionales Unternehmen zu verstehen und sich dennoch dem Wettbewerb zu stellen. "Wir haben hier durch unsere Leistung überzeugt, und nicht durch unsere Herkunft." Wichtig sei bei dem Vertrag auch gewesen, was neben einem günstigen Preis angeboten werden kann – "die Leistung ringsrum", so Himpel. Die Halberstadtwerke, die einen Jahresumsatz von rund 50 Millionen Euro generieren, haben aber noch einen weiteren wichtigen Vertrag mit Ameos-Vertretern geschlossen. Einen sehr langfristigen.

"Wir haben einen Zehn-Jahres-Vertrag über die Versorgung des Halberstädter Klinikums mit Fernwärme", berichtet Bodo Himpel. Der umtriebige Geschäftsführer erzählt, dass vor einem Jahr das Krankenhaus den Fernwärmevertrag mit den Stadtwerken gekündigt hatte. "Die Ameos-Leute haben viele Alternativen geprüft, aber man entschied sich dann doch wieder für uns. Hauptgründe dafür waren die Wirtschaftlichkeit und die Versorgungssicherheit, die wir gewährleisten können." Dazu gehöre, dass die Stadtwerke in diesem Jahr eine zusätzliche Fernwärmetrasse bauen werden, die auch über das Klinikgelände führen wird. Auch der geplante Bau einer Biogasanlage wird zur Versorgungssicherheit beitragen.