Auch wenn der Winter Mitteldeutschland weiterhin fest im Griff hat, sind die Landwirte längst mit dem Vorbereiten der neuen Anbausaison beschäftigt. Vor der Aussaat der neuen Kulturen laufen gegenwärtig unter anderem Düngearbeiten und die Feldvorbereitungen auf Hochtouren.

Von Dennis Lotzmann

Wegeleben/Ditfurt. Wer schon auf einen ersten Frühlingshauch gehofft hatte, sieht sich enttäuscht: Mitteldeutschland fröstelt dieser Tage angesichts eisiger Temperaturen mit Nachtwerten im zweistelligen Bereich unter dem Gefrierpunkt. Zumindest die Landwirte können dem Frost jedoch Positives abgewinnen, wie Fabian Freimann von der Wegelebener Agrar GmbH bestätigt: "Das Wetter ermöglicht uns umfangreiche Arbeiten auf den Feldern, die bei Plustemperaturen und den dann aufgeweichten Ackerflächen deutlich schwieriger wären."

Die Freude der Landwirte hat einen vergleichsweise einfachen Grund: Nach einem völlig vernässten Spätsommer, der massive Probleme und viel Zeitverzug bei der Kartoffel- und Zuckerrübenernte mit sich brachte, und einem wiederum zu frühen Wintereinbruch seien noch klassische Herbstarbeiten unerledigt, weiß Fabian Freimann. Konkret meint er die Vorbereitung der Ackerflächen auf die neuen Saison.

"Das Wetter ermöglicht uns Arbeiten, die bei Plustemperaturen und aufgeweichten Äckern schwieriger wären."

Im Fokus steht dabei insbesondere die fruchtbezogene Düngung der Nutzflächen. Auf dem rund 100 Hektar großen Feld westlich der Kreisstraße zwischen Wegeleben und dem in Richtung Ditfurt gelegenen Bahnübergang plant die Agrar GmbH in diesem Sommer beispielsweise den Anbau von Kartoffeln. Vorab wird dort in diesen Tagen spezieller Kalidünger in einer genau abgestimmten Dosierung ausgebracht.

Arbeiten, die Fabian Freimann und dessen Kollege Ivo Muhl gemeinsam umsetzen. Während Freimann die Technik heranfährt, bereitet Ivo Muhl vor Ort den Düngestreuer vor. Mit einem Radlader wird das Streufahrzeug mit dem graufarbenen Granulat beschickt. Exakt 240 Kilogramm Düngemittel werde pro Hektar ausgebracht, weiß Muhl beim Programmieren der Auswurftechnik zu berichten. Der Streuer selbst werde dabei so programmiert, dass in einem Arbeitsschritt ein Feldabschnitt von 27 Meter Breite mit dem Düngegranulat versehen werde.

Ein Arbeitsschritt, bei dem die gegenwärtige Frostperiode hilfreich und wünschenswert sei, sagt Freimann. Die schweren Fahrzeuge versinken wegen des Frostes nicht im Erdreich, folglich werde der Ackerboden auch nicht unnötig verdichtet. Für den Grubber, mit dem Fabian Freimann nach dem eigentlichen Düngevorgang über den Acker rollt, sei es wiederum kein Problem, das Düngegranulat gleichmäßig auf dem Feld in die oberer Erdschicht einzuarbeiten.

Wenn die Mitarbeiter der Wegelebener Agrar GmbH die Düngearbeiten beendet haben, soll auf dem Feld unweit von Wegeleben laut Plan und je nach Witterung ab Ende März die Aussaat von Frühkartoffeln beginnen. Neben den Erdäpfeln bauen die 15 Mitarbeiter der Agrar GmbH auch Weizen, Raps sowie Gerste, Rüben und Mais an.

   

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