Halberstadt. Einmal in der Woche kommen im Vitanas Senioren Centrum Am Kloster mehrere Frauen zusammen, um gemeinsam zu handarbeiten. Was im Laufe der vergangenen Jahre an Strick- und Häkelprodukten dabei entstanden ist, kann niemand in Kilogramm oder Quadratmeter angeben. "Auf jeden Fall ist es viel, sehr viel", unterstreicht Elisabeth Straßburger.

Mit drei weiteren Heimbewohnerinnen und einer Mitarbeiterin hat sie in den vergangenen Monaten wieder einmal sehr viel gestrickt und gehäkelt. Nun wurde es Zeit, die Sachen erneut für einen guten Zweck abzugeben. "Wir haben unseren Spaß an dieser Arbeit und freuen uns, wenn wir mit den Ergebnissen anderen Menschen Freude machen können", verrät Ursula Steinke, als sie mit Elisabeth Straßburger während einer Veranstaltung zum Valentinstag drei große Kartons voller Stricksachen an Ralf Strauch übergibt.

"Es ist nicht das erste Mal, dass die fleißigen Frauen uns unterstützen", bedankt sich der stellvertretende Vorsitzende des Vereins "Notruf Ukraine - Polizisten helfen" und berichtet von den jüngsten Hilftransporten, bei denen immer auch etwas von den Frauen aus dem Vitanas Senioren Centrum mitgenommen wurde. "Die Menschen dort sind sehr arm und freuen sich wirklich über die Sachen." Im Mai startet der nächste Transport Richtung Ukraine. Die Stricksachen sollen Mädchen und Jungen in einem Kindergarten und einem Heim für Sprach- und Hörgeschädigte bekommen.

Mützen, Schals, Decken und anderes mehr nahmen Ralf Strauch und die Vereinsmitglieder Sabine und Roland Kopka an dem Nachmittag mit. "Wir haben noch soviel Wolle, die wir geschenkt bekommen haben", berichtet Helga Loer, die Leiterin des Vitanas Senioren Centrums. Sie machte zugleich Werbung für die Handarbeitsgruppe, in der Hoffnung, dass sich ihr weitere Frauen anschließen.