Der Jugendclub Globali steckt mitten im Umzugsstress. Dafür freuen sich die Jugendlichen und Mitarbeiter umso mehr auf die neuen Räume in der Gröperstraße.

Halberstadt. Der Jugendclub Globali ist eine Einrichtung, wo viele junge Menschen mit Migrationshintergrund ihre Freizeit verbringen. Hier treffen verschiedene Nationen aufeinander. Bisher war der Club in der Kühlinger Straße zu finden. Seit einigen Tagen sind die Mitarbeiter und Jugendlichen mit Umziehen beschäftigt. Der Club bekommt ein neues Zuhause - in der Gröperstraße 23 gegenüber der Moritzkirche.

Doris Dankemeier vom Jugendmigrationsdienst des Diakonischen Werkes und Leiterin des Jugendclubs freut sich über die neuen Räume. "Wir haben hier 130 Quadratmeter zur Verfügung statt wie bisher 90." Den zusätzlichen Platz könne man gut gebrauchen. Neben der größeren Küche gibt es einen abgetrennten Raum, wo in Ruhe Sprachkurse abgehalten werden können. Im großen Gemeinschaftsraum, der vor dem Einzug schon mit Teppich ausgelegt war, entstehen verschiedene Bereiche. Eine "Kuschelecke" wird eingerichtet sowie ein mit Linoleum ausgelegter Bereich für die Tanzgruppen, die mehrmals in der Woche zum Proben kommen. Statt einer Tischtennisplatte können nun zwei aufgestellt werden.

Bis dahin gibt es noch einiges zu tun. Vor allem, weil das neue Objekt viele große Fenster hat, die erst einmal geputzt werden müssen, sobald die Temperaturen es zulassen. Der große Raum hat schon einen neuen Anstrich erhalten. In der Küche wird noch tapeziert. "Wir freuen uns besonders, dass uns die Räume in einem guten Zustand übergeben wurden. Das spart Renovierungskosten", erzählt Doris Dankemeier. Der Jugendclub hat kaum finanzielle Mittel zur Verfügung und ist auf Zuschüsse und Fördergelder angewiesen. Die HaWoGe unterstützt die Einrichtung mit einem Mietzuschuss. Auch Nick Ihlenburg aus Harsleben hat Überreste von Farben, Tapeten und andere Baumaterialien seines Dienstleistungsbetriebes gespendet. Weil diese natürlich nicht in großen Mengen vorhanden sind, muss mit allem gespart und sorgsam umgegangen werden.

Zahlreiche Helfer packen beim Umzug kräftig mit an - auch wenn sich die Motivation bei den Jugendlichen etwas zurückhält, wie die Mitarbeiter der Einrichtung augenzwinkernd berichten. Aber man stehe ja auch nicht unter Zeitdruck. Dafür wird das Resultat umso schöner sein. Viele tolle Ideen haben sich angehäuft und man versucht, diese bestmöglich umzusetzen.

Doris Dankemeier ist begeistert vom Engagement, das vor allem die ehrenamtlichen Mitarbeiter zeigen. Sie rechnet damit, dass der Umzug in zwei Wochen abgeschlossen werden kann. Im April sind ein Tag der offenen Tür geplant sowie eine große Eröffnungsfeier. Diese sollen Interessierten und Besuchern Anlass geben, sich selbst ein Bild vom neuen Jugendclub zu machen. Die genauen Termine werden noch bekannt gegeben.