Halberstadt (phb). Der Winter hat am regionalen Arbeitsmarkt keine großen ¿Frostschäden\' hinterlassen. Erfreulicherweise sank die Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen im Februar in allen Wirtschaftsregionen des Harzkreises. Die Arbeitslosenquote sank auf 12,5 Prozent.

Ursache dafür waren einerseits die jahreszeittypische Entwicklung sowie erste Anzeichen einer leichten Frühjahrsbelebung, denn einige Unternehmen konnten aufgrund der günstigen Wetterlage und milderer Temperaturen bereits jetzt schon ihre Tätigkeiten wieder aufnehmen. Zugpferd war hierbei insbesondere die Zeitarbeit - der Frühindikator für Entwicklungen am Arbeitsmarkt. "Aber auch im verarbeitenden Gewerbe, im Gastgewerbe und in der witterungsabhängigen Bauwirtschaft war bereits wieder eine erhöhte Nachfrage nach Arbeitskräften zu verzeichnen", fasst Freya Fuckert, Bereichsleiterin operativ der Agentur für Arbeit Halberstadt, die aktuellen Arbeitsmarktdaten zusammen.

"Eine weitere Prognose bleibt aber weiterhin schwierig. Noch sind viele Arbeitgeber sehr zurückhaltend, wenn es um Neueinstellungen geht. Jetzt hängt vieles davon ab, wie die Unternehmen in den einzelnen Branchen ihre Auftrags- und Umsatzmöglichkeiten einschätzen und wie groß der daraus resultierende Bedarf an Fach- und Hilfskräften sein wird", so die Einschätzung der aktuellen Nachfragesituation von Freya Fuckert.

Der entspannte Arbeitsmarkt verbessert offensichtlich die Chancen junger Leute. Gut ausgebildete Fachkräfte werden häufig von den Unternehmen im Harzkreis nachgefragt. Aufgrund der demografischen Entwicklung werden Jugendliche aber künftig immer weniger zur Verfügung stehen. Deshalb sind eine frühzeitige Bindung von Schülern über Praktika an die Unternehmen, der Ausbau der Ausbildung des eigenen Fachkräftenachwuchses, aber auch die Qualifizierung der eigenen Mitarbeiter ein wesentlicher Schlüssel, den Fachkräftebedarf zu sichern.