Halberstadt. Großer Bahnhof im Polizeirevier Harz in Halberstadt. Alles was Rang und Namen in der Polizeiführung des Landes Sachsen-Anhalt und der regionalen Politik hat - darunter Landrat Dr. Michael Ermrich und Oberbürgermeister Andreas Henke - kam gestern zur Einführung des neuen Leiters des Polizeireviers Harz, Frank Bendzka.

Der neue Polizeichef im Harz kennt die Region jedoch bestens. Der 51-jährige gebürtige Hannoveraner war bereits von 1998 bis 2007 in der damaligen Polizeidirektion Halberstadt unter anderem als Leiter des Fachkommissariats Wirtschaftskriminalität, der Führungsgruppe Zentraler Kriminaldienst und als Chef des Reviers Quedlinburg tätig. "Ich komme mit einem weinenden und einem lachenden Auge zurück in den Harz", sagte der Kriminaloberrat. Ungern habe er die von ihm mit aufgebaute Zentrale Beschwerdestelle Polizei, der er zwei Jahre als Referatsleiter vorstand, aufgegeben. "Ich freue mich aber auf die Arbeit hier", so der neue Revierleiter. Frank Bendzka unterstrich, dass er die gute Arbeit seines Amtsvorgängers Walter Seifert weiterführen und weiterentwickeln möchte. Bendzka möchte die Fachaufsicht und das Qualitätsmanagement erhöhen und den Dienstleistungsgedanken für den Bürger in den Focus stellen.

Wolfgang Mönckemeyer, Polizeipräsident der Polizeidirektion Nord, und Landespolizeidirektor Rolf-Peter Wachholz betonten, dass das Revier Harz mit seinen 470 Bediensteten, einer Fläche von über 2100 Quadratkilometern und über 234 000 Einwohnern zu den bedeutenden unter den 14 Polizeirevieren im Land Sachsen-Anhalt gehört. Wachholz berichtete, dass im Harz jährlich etwa 7500 Verkehrsunfälle und 15 700 Straftaten aufgenommen werden. Sehenswert sei die Aufklärungsquote des Reviers in Halberstadt, die immerhin bei 54,7 Prozent liege.

Wolfgang Mönckemeyer dankte ausdrücklich Guido Sünnemann, der seit dem 1. Oktober vergangenen Jahres das Polizeirevier kommissarisch geleitet hat.