Halberstadt (sc). Mehrere hundert Menschen nahmen gestern Mittag in der Johanniskirche Abschied von Gebhard von Biela. In einer bewegenden Trauerfeier erinnerte Regionalbischof Christoph Hackbeil an einen Menschen, der für "seine Würde und Bescheidenheit" geliebt wurde und der "auf eine ganz besondere Weise Danke sagen konnte."

Dieser Dank sei der Schlüssel zu seinem Wesen, sagte Hackbeil. Unterschiedlichste Menschen hörten dieses Danke, verbunden mit einem festen Händedruck und einem freundlichen Blick. Egal, ob Gefangener oder Bischof, ob Christ oder nicht, Gebhard von Biela vermittelte nicht nur jedem Menschen das Gefühl, dass er wichtig sei. Biela lebte zudem einen Grundsatz, der die demokratische Gesellschaft ausmacht - über alles Trennende hinweg die Würde des anderen zu achten, betonte Hackbeil.

16 Jahre lang war von Biela Superintendent des evangelischen Kirchenkreises, 22 Jahre lenkte er als Kuratoriumsvorsitzender mit die Geschicke des Cecilienstiftes. Er war viele Jahre Pfarrer der Johannisgemeinde, baute die Gefängnisseelsorge auf und engagierte sich auch für die Bahnhofsmission.

Der Familie sprachen neben Superintendentin Angelika Zädow auch Oberbürgermeister Andreas Henke und viele Wegbegleiter von Bielas ihr Mitgefühl aus.