Alles wird in der Einheitsgemeinde einheitlich, doch bei der Gestaltung der neuen Friedhofsgebühren soll es eine Zweiteilung geben - in Osterwieck sowie die Dörfer ringsherum. Diese getrennte Kalkulation schlägt der Umweltausschuss dem Stadtrat vor.

Von Mario Heinicke

Stadt Osterwieck. Teurer werden die Friedhofsgebühren überall. Denn sie müssen nun im Zuge der Haushaltskonsolidierung kostendeckend kalkuliert werden. Für die Osterwiecker sollen die Gebühren aber teils doppelt so teuer wie auf dem Dorfe sein. Beispiel Reiheneinzelgrab: Es soll in Osterwieck 563,64 Euro kosten, anderswo nur 262,25 Euro. Beispiel Urneneinzelgrab: Osterwieck 187,88 Euro, Dörfer 105,77 Euro.

Gegen diese getrennte Kalkulation hatte der Osterwiecker Ortschaftsrat massiv protestiert. Die Stadt ließ bei dem beauftragten Fachbüro daraufhin nochmal alle Kosten in einen Topf werfen und eine gemeinsame Kalkulation aufstellen. Die neuen Zahlen wurden nun vergangene Woche dem Umweltausschuss des Stadtrates vorgestellt. Bezogen auf die oben genannten Beispiele mit diesen Ergebnissen: Ein Reiheneinzelgrab würde dann 322,49 Euro kosten und ein Urneneinzelgrab 107,50 Euro.

Den Ausschussmitgliedern war das für die Dörfer insgesamt zu teuer. Als Begründung wurde aufgeführt, dass Osterwieck eben zwei Mitarbeiter auf dem Friedhof beschäftigt, auf den Dörfern der Bauhof dagegen nur stundenweise arbeitet. Weiterhin, dass es in Osterwieck eine Toilette und auch ein Büro, die Betriebskosten verursachen, gebe.

Kritisiert wurde im Ausschuss aber auch, dass der Aufwand an Bauhof-Stunden für die Dorf-Friedhöfe nicht komplett auf konkreten Stundenerfassungen beruht, sondern für die ehemaligen Aue-Fallsteiner Friedhöfe aufgrund früherer Osterwiecker Bauhof-Erfahrungen hochgerechnet wurde.

Im Ergebnis der Diskussion soll dem Stadtrat also vorgeschlagen werden, die getrennte Kalkulation weiter zu verfolgen. Wobei Amtsleiter Rüdiger Brandt einschätzte, dass die Gebühren in Osterwieck bei einer Nachberechnung noch etwas sinken könnten.

Weiterhin wurde informiert, dass die Kalkulation künftig alle drei Jahre erneuert werden solle. Mittlerweile würden auf allen Friedhöfen die Arbeitsstunden des Bauhofs erfasst.