Hier ist der Name Programm: Der Verein Halberstädter Berge hat sich auf die Fahne geschrieben, die Landschaft im Süden der Kreisstadt als Ausflugsziel noch bekannter zu machen. Die Mitglieder engagieren sich auch bei der Landschaftspflege. Jetzt wurde der erste Baum durch den Verein in den Spiegelsbergen gepflanzt.

Halberstadt. Eine Premiere konnte vor Kurzem in den Spiegelsbergen gefeiert werden. Mitglieder des Vereins Halberstädter Berge trafen sich im Landschaftspark zu einem ganz besonderen Termin: einer Baumpflanzung, und zwar der ersten durch den noch jungen Verein, der erst 2010 aus der Taufe gehoben wurde und jetzt 18 Mitglieder zählt.

Seit einigen Tagen verschönert eine junge Winterlinde den nördlichen Rand vom Landschaftsgarten Spiegelsberge. Unterhalb des Mausoleums, inmitten einer alten Baumreihe, entschied sich der Verein, diese Linde der Sorte "Greenspire" zu setzen, um so den Start der Vereinsarbeit symbolisch zu begehen. Gesponsert wurde der Baum, der etwa sechs bis sieben Jahre alt ist und um die 200 Euro kostet, von der Mitteldeutschen Baumschulen GmbH aus Reinstedt bei Aschersleben.

Zur Pflanzung wurde fleißig gebuddelt. Viele Mitglieder halfen und trafen sich anschließend zur Vorstandssitzung im Jagdschloss, um dort den Jahresplan 2011 zu beschließen.

"Wenn wir Stellen finden rund um die Klus-, Spiegels- und Thekenberge, wo wir es als sinnvoll erachten, werden neue Pflanzungen folgen", sagt Roswitha Hutfilz vom Verein Halberstädter Berge. Oberstes Ziel ist es, die einmalige Landschaft im Süden der Kreisstadt als regionales Ausflugs- und Erholungsgebiet und als überregionalen Tourismusmagnet über die Grenzen Halberstadts und des Landkreises noch bekannter zu machen.

Gerade in den Spiegelsbergen ist in den zurückliegenden zehn Jahren viel geschehen. Die Stadt hatte dafür die Weichen gestellt, indem sie sich mit dem Landschaftspark zur Aufnahme in das Projekt Gartenträume bewarb. Seit 2001, dem Start des Projektes, wurden einige hunderttausend Euro Fördermittel des Landes Sachsen-Anhalt in den Landschaftspark investiert. "Unter anderem konnten damit die Auffahrt und der Aufgang zum Jagdschloss realisiert sowie Hangwege ausgebessert, der Zaun am Spiegel-Mausoleum und die Stützmauer unterhalb des Schlosses saniert werden", erinnert Roswitha Hutfilz, die in der Stadtverwaltung für Grünanlagen zuständig ist.

Die Stadt Halberstadt werde den Verein vor allem fachlich beraten. So geschehen bei der Pflanzung der Linde am sogenannten Brunnenweg. "Dort wurden vor 200 Jahren die ersten Linden gepflanzt, die jetzt so langsam ihr Endalter erreichen. Die entstehenden Lücken sollen mit Neuanpflanzungen wieder aufgefüllt werden", berichtet Roswitha Hutfilz.

Aber die Pflanzung der Winterlinde hatte noch eine andere Bewandnis. Der Verein möchte damit die Halberstädter darauf hinweisen, dass die Landschaftspflege nicht nur in den Händen der Kommunen liegt. In Halberstadt will das der Verein Halberstädter Berge organisieren. Die Bürger können durch Spenden oder Arbeitsleistung dabei mithelfen. Wer sich für die Arbeit im Verein interessiert, tatkräftig mithelfen möchte oder wer sich einfach mit seiner Region verbunden fühlt, kann sich im Jagdschloss bei Chris Schöne über den Verein informieren.