In der Grundsatzfrage zwischen einem Sporthallen-Neubau oder der Turnhallen-Sanierung in der Bodestadt Wegeleben haben sich die Mitglieder des Ausschusses für Sport, Kultur und Jugend in einer ersten Entscheidung zugunsten eines Neubaus positioniert.

Wegeleben/Adersleben/Deesdorf/Rodersdorf. Geht es nach dem mehrheitlichen Willen der Mitglieder des Ausschusses für Jugend, Kultur und Sport des Stadtrates Wegeleben, soll die Bodestadt eine neue Turnhalle bekommen. Zumindest haben die Ausschussmitglieder in ihrer Sitzung am Dienstag nach Auskunft von Bürgermeister Hans-Jürgen Zimmer einen Neubau favorisiert. Dies sei jedoch bestenfalls eine erste Vorentscheidung, nun müssten noch die Mitglieder des Bauausschusses sowie die Stadträte in der Grundsatzfrage Neubau oder Altbau-Sanierung Position beziehen.

Eingangs der Ausschuss-Sitzung hätten Vertreter des Bauamtes die Kosten für die Vollsanierung der bestehenden, gut 100 Jahre alten Sporthalle in der Harslebener Straße aufgelistet und dem Investitionsvolumen für eine Einfeld-Neubauhalle gegenübergestellt, so Zimmer. Demnach stünden Sanierungskosten in Höhe von rund 300 000 Euro veranschlagten Neubaukosten in Höhe von etwa 1,2 Millionen Euro gegenüber. "Basierend auf dieser Gegegenüberstellung haben die Ausschussmitglieder schließlich einen Neubau favorisiert", so Zimmer gestern auf Anfrage.

Ein Schritt, der selbst für das Stadtoberhaupt, das mit einem solchen Neubau durchaus liebäugelt, bestenfalls eine erste Tendenz darstellt: "Nun muss das Thema auch im Bauausschuss Ende März und später im Mai im Stadtrat abschließend behandelt werden", steckte Zimmer den weiteren Zeitplan ab. Letztlich strebt der Kommunalpolitiker bis zum Sommer eine grundsätzliche Weichenstellen für Sanierung oder Neubau im Rat an, um anschließend ein Planungsbüro mit detaillierten Vorbereitungen zu beauftragen.

"Im Falle eines Neubaus müsste letztlich auch die Kommunalaufsicht zustimmen, weil wir in diesem Jahr mit rund 369 000 Euro Defizit erstmals einen unausgeglichenen Haushalt haben", räumt Zimmer dabei auch ein. Hinzu käme - bei einer Zustimmung und verbindlicher Positionierung des Stadtrates zum Neubau - letztlich auch die Frage, ob das Land ein solches Projekt finanziell fördern würde. "Es ist also noch vieles offen", betont Zimmer.