Die Kreisstadt bekommt wieder eine Großbaustelle. Ab kommenden Montag ist die Quedlinburger Straße für mehrere Monate voll gesperrt, weil sie erneuert wird.

Halberstadt. Jetzt wird es ernst. Ab Montag ist die Quedlinburger Straße, eine der wichtigsten Durchgangsstraßen in der Kreisstadt, für den Verkehr voll gesperrt. Und das bis voraussichtlich Ende Oktober. Ein Fakt, der nicht überraschend kommt, sondern voraussehbar war. Bereits im vergangenen Jahr wurde der Ausbau der Umleitungsstrecke, die Sanierung der Oehlerstraße für etwa eine Million Euro, abgeschlossen.

In einem ersten Bauabschnitt, der vom Heine-Platz bis zur Kreuzung Oehlerstraße/Straße des 20. Juli reicht, soll die Quedlinburger Straße in einer Gemeinschaftsmaßnahme zwischen Landesbaubetrieb Niederlassung West in Halberstadt, der Kreisstadt und der Abwassergesellschaft auf Vordermann gebracht werden. "Das ist auch notwendig. Die Straße hat Aufbrüche, die Geh- und Radwege befinden sich in einem sehr schlechten Zustand und verursachen immense Reparaturkosten. Da ist man ständig am Flicken", bestätigte Manfred Wegener, Abteilungsleiter Straßenbau im Fachbereich Stadtentwicklung der Stadtverwaltung Halberstadt.

Eigentlich sollten die Bauarbeiten bereits vor einer Woche beginnen, was aufgrund der Wetterlage nicht möglich gewesen sei. Etwa 600 Meter Straße werden grundhaft erneuert, wozu auch die Geh- und Radwege, die Beleuchtung und Mischwasserkanäle gehören. Insgesamt stehen dafür 1,4 Millionen Euro zur Verfügung, wie gestern auf Anfrage der Halberstädter Volksstimme ein Sprecher des Landesbaubetriebes informierte. Die Stadt Halberstadt, deren Finanzlage nicht gerade rosig ist, muss davon den Ausbau der Geh- und Radwege in Höhe von etwa 200 000 Euro übernehmen. "Die Kosten bekommen wir aber in Höhe von 95 Prozent gefördert", sagt Ralf Fleischhauer.

Im Zuge des Ausbaus erhält die Quedlinburger Straße auch neue Parkbuchten mit Kurzzeitparkplätzen sowie Haltebuchten für die Busse, damit die den Verkehr auf der Straße beim Anhalten nicht beeinträchtigen.

Das Bauende ist für die letzte Oktoberwoche vorgesehen, wenn das Wetter mitspielt. "Wenn alles gut läuft, werden wir vielleicht früher fertig. Bei der Oehlerstraße hat das im vergangenen Jahr auch geklappt."

Die Ampelzeiten am Heineplatz werden der neuen Situation angepasst, so Wegener. Wobei Staus wohl nicht zu vermeiden seien.

Wann der zweite Bauabschnitt folgen wird - von der Kreuzung Oehlerstraße stadtauswärts - sei noch unklar, so Manfred Wegener.