Die Mitglieder der Feuerwehr Vogelsdorf sind fest in die Gemeinde integriert. Sie sind nicht nur bei Einsätzen und Bränden schnell zur Stelle, sondern bereichern das Leben im Ort auch mit Veranstaltungen wie beispielsweise dem jährlichen Tag der offenen Tür.

Gemeinde Huy/Vogelsdorf. 6, 17, 3, 2, 9, 2, 26 - Zahlen, die weder für den großen Lottowurf am Wochenende stehen, noch irgendeinen Geheimcode kennzeichnen oder gar das "Gardemaß" einer Feuerwehr beschreiben, sondern die einfach nur für die Tätigkeit der Feuerwehr Vogelsdorf im vergangenen Jahr stehen und jüngst im Rechenschaftsbericht von Wehrchef Frank Weber genannt wurden: Zu sechs Einsätzen wurden die 17 aktiven Kameraden - darunter drei Frauen - mit zwei Sirenen und neun digitalen Funkmeldeempfängern samt ihren zwei Fahrzeugen gerufen. Für dieses Aufgabenspektrum haben sich die Mitglieder im Rahmen von 26 Dienstabenden fit gehalten und ihr theoretisches wie praktisches Wissen vervollkommnet, bilanzierte der Wehrchef in der Runde, zu der prominente Gäste begrüßt werden konnten.

Allen voran die beiden Bürgermeister Thomas Krüger und Bernd Frielingsdorf sowie die CDU-Landtagsabgeordnete Frauke Weiß und schließlich Gemeindewehrleiter Bodo Fuckert. Sie erlebten auf der einen Seite eine einsatzbereite Ortswehr, deren Mitglieder im Jahr 2010 zu zwei Bränden, einem Sturmschaden sowie zur Beseitigung einer Ölspur gerufen worden waren und die darüber hinaus gleich zu Jahresanfang einen festgefahrenen Rettungswagen befreit hatten. Auf der anderen Seite ließ es sich Ortswehrleiter Frank Weber nicht nehmen, die Sorgen und Nöte der Wehrleute sowie Missstände beim Namen zu nennen. So besäßen zwar alle Kameraden die nötigen Ausrüstungskomponenten - in punkto Ausgehuniform gebe es aber noch Defizite.

Stichwort Defizite: Auch die nannte Weber - selbst auf die Gefahr hin, sich dabei gegenüber den Vorjahren punktuell zu wiederholen. So erinnerte er an die Mängel an den Wasserentnahmestellen des Marienbachs. Einst habe es hinter dem Gerätehaus sowie in der Molkereistraße zwei Staustufen gegeben, an denen die Wehr im Notfall hätte Wasser zapfen können. Sie sollten wieder hergestellt werden, um im Fall der Fälle gewappnet zu sein, mahnte Weber mit Blick auf die Verantwortlichen. Mängel, die im vorigen Jahr im Rahmen der Hydrantenkontrolle festgestellt wurden, seien indes vom WAZ rasch beseitigt worden. "Insgesamt ist dieses Netz gut ausgebaut", so Weber. Erwähnung fanden auch die Funklehrgänge, die drei Kameraden absolvierten sowie die Fortbildung des Wehrchefs an der Feuerwehrschule in Heyrothsberge.

Auch in diesem Jahr wollen die Kameraden ihre Ausbildung fortsetzen. Zudem planen sie am 13. August einen Tag der offenen Tür. Auch beim Weihnachtsmarkt sind sie dabei.