Halberstadt (au). Sechs Werke des Kölner Künstlers Michael Jäger sind seit Freitag vergangener Woche im Foyer des Medizintechnik-Unternehmens Dahlhausen im Gewerbegebiet "Am Sülzegraben" zu bewundern. Auf Wunsch des Unternehmens hatte der Maler den Eingangsbereich des Hauses umgestaltet, zur Einweihung war auch Halberstadts Oberbürgermeister Andreas Henke anwesend.

"Vieles im Kunstbereich läuft ja kaum noch ohne die Wirtschaft."

Das Firmengebäude, aber auch die vom Unternehmen hergestellten Produkte für den OP-Bedarf spiegeln sich in der Eingangshalle wieder: Die Wand im hellen Firmenblau gestrichen und darauf weiße Linien, die die Fahrwege auf dem Boden im Firmenlager darstellen. Beim genaueren Betrachten der Bilder lassen sich inmitten der bunten Farben scharfe Klingen von Skalpellen und Beatmungsmasken entdecken. Das Besondere an den Tafeln: Es handelt sich dabei um Hinterglasmalerei, Jäger hat auf die Rückseite eines Acrylglases gemalt.

Der Grundstein für die Zusammenarbeit wurde schon vor einiger Zeit gelegt. Michael Jäger war dem Unternehmen mit Hauptsitz in Köln schon länger bekannt, dort gab es bereits eine ähnliche Zusammenarbeit. "Der Gedanke, auch für Halberstadt zu entwerfen, kreiste seit etwa zwei Jahren", sagt Michael Jäger. Anfang letzten Jahres nahm er das Halberstädter Foyer dann in Augenschein und entwarf die ersten Skizzen.

Oberbürgermeister Andreas Henke freut sich über den künstlerischen Neuzugang in der Stadt. "Vieles im Kunstbereich läuft ja kaum noch ohne die Wirtschaft", sagte er. Vielleicht, so der OB weiter, sei das ja eine Initialzündung für weitere Zusammenkünfte zwischen Wirtschaft und Kunst in Halberstadt.

Die neu gestaltete Eingangshalle steht allen Kunstinteressierten offen.