Halberstadt (ck). "Man kommt viel rum zum Wahlkampf", berichtete SPD-Landtagsabgeordneter Norbert Bischoff während seines Besuches des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) zufrieden. Zusammen mit seinem Parteikollegen und Landtagsabgeordneten, Gerhard Miesterfeldt, besuchte der Minister für Gesundheit und Soziales in Sachsen-Anhalt am vergangenen Freitag verschiedene soziale Einrichtungen in Halberstadt.

Der erste Stopp führte ihn zur Suchtbetreuungsstelle des ASB, wo er mit Geschäftsführung, Mitarbeiterinnen und Aufsichtsrat über Probleme in der Einrichtung sprach. Geschäftsführerin Uta Pfaff beklagte, dass immer weniger finanzielle Förderungen trotz wirtschaftlichen Arbeitens der Einrichtung zur Verfügung stehen, obwohl Suchtbetreuung und Beratung im Allgemeinen eine wichtige Rolle spielen. Besonders ehemalige Suchtkranke hätte der ASB schon erfolgreich auf den Arbeitsmarkt integrieren können. Nur leider hätte man nicht die nötigen Mittel, die Klienten längerfristig zu begleiten, unter anderem würden die Mitarbeiter mehrere Stellen allein betreuen. Auch könne der ASB nie langfristig planen, weil es nicht klar ist, wie es im nächsten Jahr weitergehen soll.

Bischoff meinte, dass eine Entbürokratisierung der Verwaltungswege vieles vereinfachen würde. Von Landesseite her gäbe es jedoch noch immer keine gerechte Lösungen, was die Verteilung der Fördergelder betrifft. Gerhard Miesterfeldt sah zudem Überarbeitungsbedarf in der Vernetzung der Träger. Sie würde zwar mehr Geld kosten, wäre aber unbedingt notwendig. "Kommunalisierung ist der richtige Weg", so Miesterfeldt. Wenn die Kommunen über die finanzielle Verteilung entscheiden dürften, würden sich den Einrichtungen viel mehr Möglichkeiten eröffnen.