Halberstadt. Aufmerksame Spaziergänger haben sie schon entdeckt - und sich vielleicht im ersten Moment gewundert. Es sind aber tatsächlich Karpfen, die seit vergangenen Freitag im Schwanenteich schwimmen. Noch vorsichtig kreisen sie unter der Oberfläche, strecken ihre runden Mäuler aus dem Wasser empor, um nach Futter zu schnappen.

Mittlerweile haben sich die fünf Silber- und fünf Graskarpfen aber an ihre neue Umgebung gewöhnt, ist sich Diethard Trick sicher. Er leitet gemeinsam mit Bernd Alisch die Teichwirtschaft Veckenstedt und hat die zehn zwei- bis dreijährigen Karpfen aus eigenem Zuchtbestand im Auftrag der Halberstädter Stadtverwaltung in den Schwanenteich eingesetzt.

Aus gutem Grund: "Sie sollen helfen, die Wasserqualität vor allem in den Sommermonaten zu verbessern", informierte Ute Huch. Dafür, so die Pressesprecherin der Stadtverwaltung weiter, würde sich laut der Experten die Kombination der beiden Arten sehr gut eignen. Der Graskarpfen ernährt sich nämlich von Wasserpflanzen, von denen es in dem idyllisch gelegenen Teich unterhalb des Burchardi-Klosters ausreichend gibt. Der Silberkarpfen hingegen nimmt keine feste Nahrung auf, sondern ausschließlich Plankton. Dieses filtert er sich aus dem Teichwasser heraus.

Für Diethard Trick kann das Ziel des kombinierten Fischbesatzes in dem relativ flachen Gewässer nur erreicht werden, "wenn die Tiere auch in Ruhe gelassen werden." Beispielsweise, dass auf sie nicht mit Steinen geworfen wird. Ganz wichtig sei auch, ergänzte Ute Huch, dass weder die Karpfen noch die Enten gefüttert werden. Übermäßiges Füttern ziehe das vermehrte Algenwachstum nach sich. Die Pressesprecherin: "Und gerade das soll vermieden werden."

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