Die jüngsten Bodestädter dürfen sich in diesem Jahr auf eine ganz besondere Osterüberraschung freuen: Bis zum Fest wird der Krippenbereich der Kindertagesstätte "Bodespatzen" in Wegeleben grundlegend saniert. Bereits jetzt wird beim Gang durch den 1985 gebauten Krippentrakt deutlich, dass der längst in die Jahre gekommene Baukörper ein wahres Schmuckstück geworden ist - ein "Mega-Osterei" eben.

Wegeleben/Adersleben/ Deesdorf/Rodersdorf. Ralf Reps ist der Mann für das Feine, für die Details und das Schöne. Logisch und aus gutem Grund: Schließlich ist Reps Mitarbeiter einer Halberstädter Malerfirma und in dieser Funktion zuständig für den berühmten Punkt auf dem I. So auch in der Bodestadt Wegeleben, wo in den vergangenen Monaten umfangreiche Arbeiten am Flachbau-Trakt für die Krippenkinder über die Bühne gegangen sind.

Dabei ist an dem 1985 eingeweihten Zweckbau so ziemlich kein Stein auf dem anderen geblieben. Nach 25 Jahren Dauernutzung lässt die Verbandsgemeinde Vorharz, in deren Zuständigkeitsbereich die Kitas nunmehr gehören, die Bodespatzen-Krippe gegenwärtig rundum "aufhübschen": Das Gebäude bekam ein neues Dach mit integrierten Lichtschächten, um den Flur, der bislang eher ein langer, dunkler Schlauch war, mit Tageslicht zu fluten. Hinzu komme außenseitig eine komplette Fassadensanierung samt Vollwärmedämmung, heißt es aus dem federführend verantwortlichen Bauamt der Verbandsgemeinde.

Doch auch im Innenbereich ist "neu" ein sprichwörtlich geflügeltes Wort: Neu sind die gesamte Elektrik, die Brandmeldeanlage sowie die in den Räumen installierten Schallschutzdecken. Hinzu kommen teilweise neue Fenster, grundsätzlich neue Fußböden sowie der Umbau der Toiletten und Waschräume unter der Maßgabe der behindertengerechten Nutzbarkeit. Apropos behindertengerecht: Weil das gesamte Gebäude künftig in jeder Hinsicht auch für behinderte und gehandicapte Menschen nutzbar sein soll, entsteht im Eingangsbereich auch eine Auffahrtsrampe.

Alles in allem seien für die Sanierung rund 408 000 Euro vorgesehen, rechnet eine Mitarbeiterin des Bauamtes zusammen - 367 000 Euro und damit 90 Prozent der Kosten übernehme der Bund im Rahmen einer Förderung. Nach Abschluss aller Baumaßnahmen sei der Krippenteil der Kita "Bodespatzen" wieder auf Jahre hinaus in einem rundum zufriedenstellenden Zustand, gibt man sich im Amt erfreut. Allein im Heizungsbereich sei noch ein neuer und vom thermischen Wirkungsgrad her besserer Brennkessel wünschenswert. Ob der in absehbarer Zeit finanzierbar sei, bleibe abzuwarten.

"Wenn alles okay ist, huschen wir sofort wieder in unser angestammtes Domizil zurück"

Abwarten können es auch die Mädchen und Jungen der Bodespatzen-Krippe kaum noch, endlich wieder in ihr angestammtes Domizil zurückzukehren, sagtt Kita-Chefin Margret Böttcher. Während der Vollsanierung seien die rund 40 Knirpse im Alter bis zu drei Jahren ins angrenzende Kindergarten-Gebäude umgezogen. "Nun fiebern wir natürlich alle dem Rückumzug in unser Schmuckstück entgegen", so die Erzieherin.

Nachdem es aufgrund des strengen und frühen Wintereinbruchs einige Verzögerungen gegeben hatte, scheint nunmehr ein Rückumzug ab etwa Mitte April sehr wahrscheinlich, heißt es in Wegeleben. Ein genauer Termin hänge aber vom Abschluss aller Bauarbeiten und der anschließenden Abnahme ab. "Wenn alles okay ist, huschen wir sofort wieder in unser angestammtes Domizil zurück", sagtt Margret Böttchen und schwelgt längst in großer Vorfreude. Soll heißen: Erzieher und Krippenkinder freuen sich schon jetzt riesig.

Wenn alles gelingt und das Mega-Osterei im nächsten Monat gemeinsam "ausgepackt" und in Besitz genommen wird, bleiben gleichwohl noch einige kleine Restarbeiten übrig, weiß auch die Kita-Chefin. So sollen im Außenbereich und direkt angrenzend an die südwärts ausgerichteten Gruppenräume noch Terrassen gebaut werden. Diese Arbeiten, die auch im Zuge der geforderten zweiten Fluchtwege aus dem Krippengebäude erfolgen, könnten auch nach dem Umzug ins sanierte Gebäude vorgenommen werden.

 

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