"Wernigerode sehen, hören und fühlen" heißt ein Projekt, das Besuchern der Stadt eine internetbasierte Vorbereitung ermöglicht. Die Seiten zeigen, wie die touristischen Attraktionen vor Ort von Behinderten genutzt werden können.

Wernigerode (phb/im). Die bunte Stadt am Harz ist seit vielen Jahren um die Integration von Menschen mit Behinderungen bemüht.

Teil der vielfältigen Aktivitäten war auch ein Projekt, das durch die Unterstützung der Kommunalen Beschäftigungsagentur (KoBa) in der Akademie Überlingen stattfinden konnte und die Aufarbeitung von touristischen barrierefreien Angeboten in Wernigerode zum Ziel hatte.

Am Donnerstag, dem 24. März, haben die Projektteilnehmer ihre Ergebnisse öffentlich der Stadtverwaltung, der Wernigerode Tourismus GmbH und der Kreisverwaltung Harz vorgestellt.

"Wernigerode sehen, hören und fühlen", lautet der Titel des Projektes. Es ermöglicht ab sofort eine internetbasierte Vorbereitung auf den Besuch Wernigerodes. Auf der Plattform www.barrierefrei-im-harz.de stehen nun vielfältige Angebote für Menschen mit Behinderungen bereit. Die Onlineseiten zeigen, wie die touristischen Attraktionen in der Stadt von behinderten Menschen genutzt werden können. Der Internetauftritt soll es ermöglichen, selbstbestimmt Besuche von touristischen Sehenswürdigkeiten zu planen.

"Internetplattform soll der Auftakt für gesamten Harz sein"

"Behinderten Menschen bietet es die Möglichkeit Wege und Ziele auf ihre Nutzbarkeit hin einzuschätzen", informierte Markus Schwalk, Leiter der Akademie Überlingen in Wernigerode. Dabei wird an Hand von kleinen Logos auch zwischen Zielgruppen unterschieden. Denn: "Behinderungen müssen nicht nur medizinisch indiziert sein, sondern auch eine junge Mutter mit Kinderwagen benötigt andere Bedingungen", so ein Projektteilnehmer.

Silvia Illas, Behindertenbeauftragte der Kreisverwaltung Harz, konnte genaue Zahlen beisteuern. Sie erklärte: "Im Landkreis Harz sind 17 695 Menschen schwerbehindert, davon entfallen über 10 000 Fälle auf Gehbehinderungen. Das Thema Barrierefreiheit bzw. -armut spielt deshalb eine immer wichtiger werdende Rolle."

Andreas Heinrich, Sozialdezernent der Stadt Wernigerode, sieht das Vorhaben als einen gelungenen Auftakt für weitere Aktivitäten. "Wernigerode sollte nur der Anfang für eine Plattform für den ganzen Harz sein", so Andreas Heinrich.

"Weitere Projekte sind für Ilsenburg und Thale geplant"

Das unterstützt auch Erdmute Clemens, Geschäftsführerin der Wernigerode Tourismus GmbH. Sie will mit der Plattform beim Harzer Tourismusverband ein weitergehendes Engagement erörtern.

Dirk Michelmann, Leiter der KoBa, sagte eine weitere Projektverlängerung zu. "Wir werden für Ilsenburg und Thale die nächsten inhaltlichen Projekte starten. Langfristig sollen die Daten aber in den Kommunen beziehungsweise Tourismuseinrichtungen gepflegt werden", so Michelmann.

Mehr Informationen stehen ab sofort zur Verfügung auf der Internetseite

www.barrierefrei-im-harz.de