Gemeinde Huy/Dedeleben (bum/dlo). Große Freude in Dedeleben: Der erste der beiden Störche, die seit Jahren im Nest auf dem alten Molkereischornstein brüten, ist am Wochenende erstmals nach der Rückkehr aus südlichen Gefilden vor Ort gesichtet worden. Darüber haben Anwohner jetzt informiert.

Bereits vor mehreren Wochen hatten zwei Adebare in Dedeleben für Verwunderung und Irritationen gesorgt (die Volksstimme berichtete). Bei diesem Paar - soviel steht für regionale Storchenbeobachter nach umfassenden Recherchen fest - handelt es sich um Individualisten, die offenbar am Rande des Großen Bruchs die Gegend erkundeten und vorübergehend auch das Nest im Huy-Ortsteil Aderstedt besetzten.

Das Storchen-Weibchen soll seit etwa 2003 im Raum Wackersleben überwintern und dort auch gefüttert werden. Der aus dem Raum Wolfsburg stammende Brutpartner überwinterte im vergangenen Winter ebenfalls in der Nähe von Wackersleben. Beide Tiere hatten zuvor in Gunsleben einen Horst bewohnt und waren ausgewichen, weil ihr dortiges Nest umgestürzt war. Ein in der Nähe errichtetes Ausweichquartier hatte das Adebar-Pärchen nicht angenommen.

Wie der für diese Region zuständige Weißstorch-Beauftragte Wolfgang Nicolai aus Gröningen mitteilte, soll nun der ursprüngliche Horst des Duos wieder errichtet werden. "Bisher ist der Erdboden dafür aber noch zu weich gewesen", informierte Nicolai dieser Tage.

Am Sonnabend, dem 26. März, traf nun der erste "richtige Bewohner" auf dem Horst in Dedeleben ein. "Er besetzte sein Nest auf dem Molkereischornstein um 13.45 Uhr", informierte der Ortschronist und Vorsitzende des Fördervereins "Pfarr- und Heimatmuseum Dedeleben", Uwe Krebs. Viele Einwohner des Ortes und auch aus der nahen Umgebung hätten die Ankunft erfreut zur Kenntnis genommen.

Auch der für Dedeleben zuständige Storchen-Beauftragte Georg Fiedler wurde über die Ankunft sofort in Kenntnis gesetzt. Jetzt sind alle Beobachter gespannt, wann der Brutpartner in Dedeleben eintrifft. Derweil nutzte der Erstankömmling die sonnigen Tage, um das Nest auf dem Schornstein auszubessern und sich stolz den Dorfbewohnern zu präsentieren.