Halberstadt. Die Erinnerung an die nahezu alles vernichtenden Bombenangriffe vom 8. April 1945 wird traditionell an der Ruine der Franzosenkirche wachgehalten. Genau zur Stunde des Angriffs wurde auch gestern in der Antoniusstraße daran erinnert. Mehr als hundert Bürgerinnen und Bürger hatten sich dazu an dem Symbol für die Zerstörung eingefunden. Aber nicht nur Halberstädter erinnerten sich an die verheerenden Angriffe auf ihre Heimatstadt. Unter den Gästen befanden sich auch viele ehemalige Halberstädter. Auch eine Gruppe Überlebender des ehemaligen Konzentrationslagers Langenstein-Zwieberge waren gekommen, um an den Krieg zu erinnern.

"Die Zeitzeugen werden immer weniger und die jungen Menschen haben einen anderen Bezug zu dem Thema", sagte Oberbürgermeister Andreas Henke in seiner Ansprache. Es ginge bei dem jährlichen Gedenken deshalb nicht darum, Betroffenheit zu ritualisieren, sondern vielmehr das Erinnern an die Opfer und das Mahnen vor Kriegen über Generationen hinweg wach zu halten. Wie nahe Krieg heute noch sei, zeigten die jüngsten Bilder aus dem Konflikt am Mittelmeer,

Die Gedenktafel, die im vorigen Jahr gestohlen wurde, konnte gestern übrigens wieder angebracht werden. Allerdings handelt es sich um eine neue Tafel, da der Verbleib der alten nach wie vor ungeklärt ist, wie Henke in seiner Ansprache berichtete.

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