Halberstadt (je). Erinnern, gegen das Vergessen. Gestern war wieder so ein Tag an den Steinen der Erinnerung vor dem Westportal des Domes. Am 12. April 1942 wurden vor dem christlichen Gotteshaus 150 Halberstädter jüdischen Glaubens zusammengetrieben. Die Nazis zwangen sie in einen Zug, der nach Magdeburg fuhr, zwei Tage später folgte die Deportation ins Warschauer Ghetto. Es war die größte Gruppe jüdischer Mitbürger, die aus Halberstadt in die Vernichtungslager geschickt wurden. Dr. Bettina Oelmann, Direktorin der Miriam-Lundner-Grundschule, und Pfarrerin Hannah Becker erinnerten an das bürgerschaftliche Engagement der jüdischen Gemeinde Halberstadt mit einem stark ausgeprägten sozialen Gemeinsinn. Oft auch Hand in Hand mit den christlichen Gemeinden der Stadt.