Das Sternenhaus in Halberstadt soll ab dem kommenden Jahr umfangreich um- und ausgebaut werden, um es künftig als barrierefreies Altenheim nutzen zu können. Derzeit stellt der Vorstand des Diakonissenmutterhauses Cecilienstift dafür die Weichen.

Halberstadt. Um die Zukunft des Sternenhauses war es im vergangenen Jahr nicht gut bestellt. Strenge Brandschutzauflagen und bauliche Mängel machten den Weiterbetrieb des Altenpflegeheimes unmöglich. Kurzzeitig spukte sogar das Schließungsgespenst durch die 226 Jahre alten Mauern. Es konnte aber vertrieben werden. Aus dem Pflegeheim wurde ein "normales" Wohnhaus mit 13 Wohnungen, in denen derzeit sechs Mieter wohnen. Die werden vom ambulanten Pflegedienst des Cecilienstifts betreut.

Der Vorstand des Cecilienstifts, der das unter Denkmalschutz stehende Haus als Altenpflegeheim weiter nutzen möchte, beschäftigt sich seit Monaten mit dem Sternenhaus, dessen Zukunft nicht in den Sternen stehen soll. "Wir wollen das Gebäude auf Vordermann bringen, sanieren, modernisieren und anschließend wieder als Altenpflegeheim nutzen", informierte Holger Thiele, Geschäftsführer des Diakonissenmutterhauses Cecilienstift, auf Nachfrage der Volksstimme. Das Einzeldenkmal will man so umbauen, dass etwa 15 altengerechte Wohnungen mit allen Bequemlichkeiten entstehen und das Haus möglichst komplett barrierefrei gestalten.

Ein Aufwand, der seinen Preis haben wird, wie Holger Thiele bestätigte. Die Kosten könne er beim derzeitigen Planungsstand noch nicht auf Euro und Cent benennen. "Fest steht aber jetzt schon, dass dafür eine siebenstellige Summe notwendig ist", so Thiele. Ein Betrag, den das Cecilienstift allein und vor allem vor dem Hintergrund der Wirtschaftlichkeit nicht stemmen kann, wie der Geschäftsführer betont. Die Umsetzung des anspruchsvollen Vorhabens erfordert Hilfe. Man muss Partner mit ins Boot holen.

"Wir hoffen auf eine möglichst hohe Bezuschussung mit Fördermitteln"

In einem ersten Schritt gelang das. Die Stadt Halberstadt unterstützt die Sanierung des Einzeldenkmals Sternenhaus. Dafür stellte in der vergangenen Woche der Stadtrat die Weichen. Allerdings nicht mit Barem, weil die Kreisstadt selbst klamm ist. Nichtsdestotrotz ist die Unterstützung wichtig. Eigens für das Sternenhaus wurde das Erhaltungsgebiet "Halberstadt-Altstadt" um 2,9 Hektar erweitert und schließt es jetzt mit ein. Damit ist eine wichtige Voraussetzung gegeben, um an Fördermittel aus dem Programm "Städtebaulicher Denkmalschutz" zu gelangen. "Wir hoffen auf eine möglichst hohe Bezuschussung mit Fördermitteln. Dafür müssen aber noch Gespräche geführt werden."

An den Plänen für den Umbau arbeitet bereits die Halberstädter Architektin Ursel Hülsdell. Ziel sei es, dass der Startschuss für die Arbeiten 2012 fällt, so Holger Thiele.

Der für das Sternenhaus gegründete Förderverein unterstützt das Projekt. Der sammelt auch Spenden. Wer das Vorhaben unterstützen möchte, kann bei der Harzsparkasse, Bankleitzahl 81 052 000, auf das Konto 339 825 480 Spenden einzahlen.