Studenten vom Standort Dessau der Hochschule Anhalt wollen für die Stadt Osterwieck Vorschläge zur Gestaltung des Marktplatzes erarbeiten. Vorgestern Abend im Ortschaftsrat wurde ein Fahrplan abgesprochen.

Osterwieck. Zwölf Architektur-Studenten haben sich für das Studienprojekt eingeschrieben. Ende Juni sollen den Osterwieckern sechs Gestaltungsideen präsentiert werden.

Es soll keine Arbeit am grünen Tisch werden. Professor Erich Buhmann wünscht sich, dass sich Lokalpolitiker und engagierte Anwohner des Marktplatzes in die Ideenfindung einbringen. Darüber hi-naus ruft er die Osterwiecker auf, gegebenenfalls vorhandene alte Fotos vom Markt zur Verfügung zu stellen. Diese können im Heimatmuseum leihweise abgegeben werden.

Die Studenten möchten in ihre Vorschläge historische Aspekte einfließen lassen. Nicht selten erleben Bauleute Überraschungen, dass sie einen Brunnen oder Ähnliches finden. "Und hinterher haben immer alle gewusst, dass da früher mal was war", sprach Buhmann aus seiner Erfahrung. Solche Überraschung wolle man in Osterwieck möglichst vermeiden. Vom Markt seien bisher aus der Geschichte ein Brunnen am Museum sowie die Ratskellertreppe bekannt.

Am 8. Juni werden die Studenten nach Osterwieck kommen und hier mit Ortsräten sowie engagierten Anwohnern eine mehrstündige Planwerkstatt abhalten, in denen verschiedene Ideen diskutiert werden. Das Projekt findet Ende Juni seinen Abschluss. Am 28. Juni gibt es dazu eine Präsentation in Osterwieck. In Form von sechs großen Postern werden die Gestaltungsvorschläge zu sehen sein.

Vermittelt worden ist die studentische Unterstützung vom Osterwiecker Jens Kiebjieß, der an der Hochschule Anhalt lehrt.

Die Marktplatzgestaltung ist innerhalb der Altstadtsanierung seit langem als Abschluss der Straßensanierungen geplant.